Salzburg AG plant ersten Windpark im Bundesland   

erstellt am
13. 12. 11

Brenner und Gasteiger: Diversifizierung bei Nutzung alternativer Energieformen / Alle Ressorts müssen an einem Strang ziehen
Salzburg (lk) - Das Land Salzburg verstärkt weiter seine Anstrengungen zur Nutzung alternativer Energieformen. Das berichtete Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. David Brenner am 13.12. in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salzburg AG bei einem Informationsgespräch in Salzburg.

"Konkret geht es hier um das Projekt Windsfeld der Salzburg AG. Vorgesehen ist die Errichtung von drei bis fünf Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 15,65 Gigawattstunden pro Jahr. Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von knapp 4.400 Haushalten. Das Investitionsvolumen beträgt inklusive der Herstellung der Zufahrtswege elf bis 15 Millionen Euro", betonte Brenner. Die Windanlagen sollen zwischen Taferlnock und Kesselkopf auf dem Gebiet der Unterpleißlingalpe in der Nähe des Nordportals des Tauerntunnels errichtet werden.

"Das Projekt Windsfeld ist ein wichtiger Schritt für unser Bundesland", so Brenner weiter. "Salzburg ist seit langem Vorreiter bei der Nutzung alternativer Energien. 91 Prozent der Stromerzeugung der Salzburg AG stammt aus erneuerbaren Quellen, die restlichen neun Prozent aus umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Koppelung. Das ist ein Wert, um den wir in Europa beneidet werden. Jetzt gilt es, diese Vorreiterrolle zu erhalten und auszubauen. Das bedeutet aber auch, dass neben der hauptsächlichen Nutzung der Wasserkraft weitere Potenziale erschlossen werden müssen. Nach Fukushima ist es notwendiger denn je, hier Nägel mit Köpfen zu machen. Die Tatsache, dass sich bis heute kein einziges großes Windrad in Salzburg dreht, ist in diesem Zusammenhang mittelfristig nicht mehr hinzunehmen."

Bereits zu Beginn der konkreten Planungen gab es ermutigende Signale: So konnten etwa die Dienstbarkeit mit der Agrargenossenschaft und deren volle Unterstützung innerhalb kurzer Zeit gesichert werden. Weiters gab es nach mehreren Projektvorstellungen die Zusage der Gemeinde Flachau, das Projekt mitzutragen. Ebenso konnte das vom Naturschutzsachverständigen geforderte UVP-Feststellungsverfahren zügig abgewickelt werden (Bescheid vom 2. Februar 2010).

"Aus dem Raumordnungs-Ressort wurde uns klar signalisiert, dass das Projekt für sinnvoll und unterstützenswert erachtet wird und den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend umgesetzt werden kann", betonte Brenner. "Aber wir sind noch nicht durch. Insbesondere müssen noch etliche naturschutzrechtliche Themen gelöst werden. Daher kommt es jetzt darauf an, dass alle Beteiligten ihren guten Willen zeigen und vernünftige Kompromisse gefunden werden, um dieses zukunftsträchtige Projekt so schnell wie möglich Wirklichkeit werden zu lassen."
     
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