Würlinger-Preis 2012 an Ursula Groser vergeben   

erstellt am
16. 03. 12

Innsbruck (rms) - Bereits zum achten Mal wurde heuer der Würlinger-Preis für junge KünstlerInnen der Galerie im Andechshof verliehen. Diesmal ging der mit 3.500 Euro dotierte Kunstpreis an Ursula Groser, die die Auszeichnung am 16.03. im Bürgersaal des historischen Rathauses von Kulturstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser entgegennahm. Dem Festakt wohnten der Preisstifter Josef Franz Würlinger, Stadtrat Ernst Pechlaner sowie Kulturamtsleiter Horst Burmann bei.

„Ich darf der Preisträgerin Ursula Groser herzlich im Namen der Stadt Innsbruck gratulieren“, so Kulturstadträtin Moser. „Ihr spannendes Projekt ‚Loop’, das sie im Oktober 2011 in der Galerie im Andechshof präsentierte, hat die Fachjury zu Recht überzeugt. Besonders bedanken möchte ich mich aber beim Preisstifter Josef Franz Würlinger. Sein Engagement für die junge Kunstszene ist eine Bereicherung für das Kulturleben in der Stadt und nicht selbstverständlich.“

„Dieser Preis ist eine große Ehre für mich“, bestätigte die Preisträgerin Groser. „Ich möchte an dieser Stelle meinen Dank ausdrücken – sowohl der Stadt Innsbruck, die mit der Galerie im Andechshof jungen Künstlerinnen und Künstlern eine hervorragende Plattform bietet als auch dem Preisstifter Josef Franz Würlinger.“

Die Preisträgerin
Ursula Groser, 1974 in Lienz geboren, absolvierte am Mozarteum in Salzburg das Studium der Bildhauerei und an der Universität Salzburg die Studien Philosophie und Psychologie. Vor ihrer künstlerischen Tätigkeit war sie mehrere Jahre als Grafikdesignerin aktiv.

Mit dem Würlinger-Preis 2012 ausgezeichnet wurde sie für ihr Werk „Loop“, eine aus 150 Schläuchen zusammengesetzte begehbare Rauminstallation. Diese bildeten ein zellartiges, organisch anmutendes Konstrukt, das in der Galerie im Andechshof einen Großteil der Ausstellungsfläche füllte. Ergänzt wurde die Installation um ein Video, in dem zwei Personen das Zentrum ihres jeweiligen Bezugssystems bildeten, deren Außengrenzen wiederum durch eine netzförmige Objektstruktur beschrieben wurden.

Josef Franz Würlinger-Preis
Der Preis für KünstlerInnen der Andechsgalerie wurde von Josef Franz Würlinger zur jährlichen Vergabe gestiftet. Eine Fachjury, bestehend aus dem Preisstifter sowie Kulturjournalistin Dr. Edith Schlocker, Dr. Günther Dankl (Kurator am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum) und Kulturamtsleiter Horst Burmann, wählte heuer aus mehreren Ausstellungsprojekten die Gewinnerin aus.

Der oberösterreichische Kunstmäzen Würlinger engagierte sich schwerpunktmäßig im Bereich der etablierten Kunst. Seine Liebe zur Tiroler Landeshauptstadt und das Bestreben, die junge Kunst zu unterstützen, bewegten Josef Franz Würlinger zur Stiftung des Preises. Seit 2005 wird für die im Rahmen der Galerie im Andechshof gezeigte „würdigste und qualitativste“ Ausstellung der mit 3.500 Euro dotierte Förderpreis vergeben. Im Jahr 2004 machte Josef Franz Würlinger der Stadt Innsbruck überdies elf Originale des Meisterzeichners Paul Flora zum Geschenk.
     
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