Österreichisches Tourismus-Know-how in Bulgarien gefragt   

erstellt am
21. 05. 12

Bulgariens Touristiker setzen auf Qualitätsverbesserung - AWO bringt österreichische Anbieter mit potenziellen Geschäftspartnern vor Ort zusammen
Wien (pwk) - Zum vierten Mal veranstaltete das AußenwirtschaftsCenter Sofia im Rahmen der Internationalisierungsoffensive "go-international" einen Austria Showcase zum Thema "Tourismusinfrastruktur: Tourismus Know How & Ausstattung", der diesmal in die Wintersportregionen Bulgariens von Sofia über den Weltcuport Bansko bis zum Europacuport Pamporovo führte. Acht österreichische Unternehmen präsentierten dem bulgarischen Fachpublikum Produkte und Dienstleistungen, die einen Beitrag zur Verbesserung des Angebots für Touristen in Bulgarien leisten können.

"Der Tourismus war auch in zuletzt wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Wachstumsträger der bulgarischen Wirtschaft", erklärt Michael Angerer, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Sofia. In der Sommersaison 2011 konnte eine Zunahme der Nächtigungszahl um 19,2% auf 15,7 Mio. verzeichnet werden. Die Nächtigungen im vergangenen Winter legten um 6,4% auf 3,4 Mio. zu. Die Dynamik der Einnahmen fiel mit einem Plus von nur 3,8% für 2011 allerdings schwächer aus. Angerer: "Eine Verbesserung der Qualität und eine Verbreiterung des Angebots sind dringend notwendig, um Bulgarien auch für Touristen mit höherer Kaufkraft attraktiv zu machen. Das birgt auch eine Menge an Möglichkeiten für österreichische Anbieter aus diesem Bereich - und das mit guten Chancen, da österreichisches Tourismus-Know-how in Bulgarien sehr geschätzt wird." Für Bulgarien als neuem EU-Mitglied stehen auch im Tourismusbereich attraktive Finanzierungsmöglichkeiten bereit.

Neben dem Weltmarktführer Doppelmayr, der auch in Bulgarien bereits über wichtige Referenzprojekte verfügt (u.a. im Weltcuport Bansko), stießen die Präsentationen von Planungsunternehmen für Schipisten, von Anbietern von digitalen Kommunikationslösungen, aber auch von Hotelberatern und beruflichen Ausbildungsunternehmen auf großes Interesse. Bulstrad Vienna Insurance Group und Raiffeisenbank konnten als Partner des Austria Showcase gewonnen werden, wobei die Präsentation der Bank über die Nutzung von EU-Fördermitteln als besonders aktuell und wichtig für die weitere Entwicklung eingestuft wurde.

Das BIP Bulgariens legte im 1.Quartal 2012 im Jahresvergleich um 0,5% zu. Von der niedrigen Wirtschaftsdynamik in Bulgarien und Europa scheinen zu Beginn 2012 aber auch die Handelsbeziehungen Österreichs mit Bulgarien erfasst worden zu sein: Die österreichischen Exporte gingen in den ersten beiden Monaten 2012 um 4,2%, die Importe um 10,8% zurück. "Umso mehr ist es daher an der Zeit, die wichtigen Nischen der bulgarischen Wirtschaft aktiv zu bearbeiten. Dazu zählt der Tourismus, der für den Sommer 2012 basierend auf bisherigen Buchungen ein Nächtigungsplus von bis zu 8% erwartet", so Angerer abschließend.
     
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