Kooperation von Kärnten und Friaul-Julisch Venetien in Sozialpolitik   

erstellt am
06. 06. 12

LR Ragger traf Präsident Renzo Tondo - Arbeitsgespräch über Verblisterung, Austausch von Kindern mit Behinderung und EU-Projekten
Klagenfurt (lpd) - Soziallandesrat Christian Ragger, der Präsident Friaul- Julisch Venetien, Renzo Tondo und Soziallandesrat von Friaul- Julisch Venetien, Vladimir Kosic, trafen zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Besprochen wurden die Möglichkeiten und Chancen gemeinsamer grenzüberschreitender Sozialprojekte. Im Mittelpunkt des Gespräches standen auch die Verblisterung und ein Austausch von Kindern mit Behinderung.

Wie Ragger erklärte, wolle er im Bereich "Verblisterung" soziales Know-how auch nach Friaul- Julisch Venetien transportieren. Pflegekräfte von Routinearbeiten entlasten, damit sie mehr Zeit für die Zuwendung für die Heimbewohner haben. Dieses Ziel versucht man in Kärntner Pflegeheimen zu erreichen, indem nicht mehr Pflegekräfte die Medikamente für jeden Bewohner händisch aussortieren, sondern diese Aufgabe durch moderne Technik, die Verblisterung, erledigt wird. 15.000 Arbeitsstunden haben diplomierte Schwestern sinnlos mit der Verpackung der Medikamente verbracht. Dadurch entstanden Mehrkosten im Jahr von über einer Million Euro.

Mit der Verblisterung kann dieser Aufwand massiv reduziert werden. Einen Probebetrieb mit der Firma Blistermed hat Ragger bereits in der Region Veneto mit LR Remo Sernagiotto in die Wege geleitet. "Kärnten exportiert damit erstmals ein innovatives Sozialprojekt. Damit wird auch ein Exportstandort gefestigt", teilt Ragger mit.

Auf gleicher Linie sind Ragger und Tond, was den Austausch von Kindern mit Behinderung aus Friaul- Julisch Venetien und Kärnten betrifft. In Kärnten steht ein ein- bis zweiwöchiger Urlaubsaufenthalt in Cap Wörth am Programm. "Für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig, hier neue Erfahrungen zu sammeln und neue Leute kennenzulernen. Dieses Austauschprogramm bietet alle Möglichkeiten", erklärt Ragger.
     
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