Waldviertel will Energie-Exporteur werden   

erstellt am
18. 06. 12

LR Pernkopf: Werden Energieziele des Landes NÖ mit Unterstützung der Regionen erreichen
St. Pölten (nlk) - Das Waldviertel will bis 2030 zur Plus-Energieregion werden. Das bedeutet, dass in der Region mehr Energie aus erneuerbarer Energie wie Biomasse, Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft erzeugt wird, als das Waldviertel insgesamt für den Bedarf an Wärme, Strom und Mobilität benötigt. Diese Zielsetzung präsentierten die zehn Waldviertler Klima- und Energiemodellregionen anlässlich der BIOEM 2012 Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, der sich von der gemeinsamen Idee aller Beteiligten begeistert zeigte.

"Das Waldviertel ist wichtiger Teil der Energiebewegung in Niederösterreich. Bereits jetzt versorgt sich das Waldviertel fast zur Gänze selbst mit Strom aus Erneuerbarer Energie. Bis 2015 wollen wir in Niederösterreich den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien produzieren. Mit der entsprechenden Unterstützung der Regionen werden wir dieses Ziel auch erreichen", so Landesrat Pernkopf.

Das Gründungsdokument für den Energiepakt unterzeichneten die Modellregionen - Region Allentsteig, Thayaland, Waldviertler Hochland, Lainsitztal und Schweiggers, Krems, Zwettl, Waldviertler Wohlviertel (Thaya, Taffa, Wild), Erlebnisregion Waldviertel Nord und Kampseen - gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum Waldviertel sowie regionalen Einrichtungen wie die Energieagentur der Regionen und der Sonnenplatz Großschönau. Es ist vorgesehen, dass sich Gemeinden, Betriebe, Schulen und regionale Institutionen dem Pakt anschließen.

Dieses Engagement soll sich auch in den Geldbörsen aller Beteiligten auswirken. Dem Waldviertel kostet derzeit der Zukauf von Energie rund 400 Millionen Euro jährlich. "Bei Erfüllung des Energiepaktes spätestens 2030 werden nicht nur gewaltige Mengen an Treibhausgasen eingespart, sondern diese 400 Millionen Euro werden jährlich im Waldviertel bleiben", so Pernkopf.

Bis Ende 2012 wird es in Österreich 100 Klima- und Energiemodellregionen geben, die vom Klimafonds unterstützt werden.
     
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