Scharer mit Großem Goldenen Ehrenzeichen der Republik ausgezeichnet   

erstellt am
20. 06. 12

Burgstaller bei Ehrung von Landesrätin Erika Scharer in Wien: Verdiente Auszeichnung für eine verdiente Landesrätin
Salzburg (lk) - Erika Scharer, ehemalige Landesrätin für Gesundheit und Soziales erhielt am 20.06. in Wien aus der Hand von Gesundheitsminister Alois Stöger und im Beisein von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. "Landesrätin Erika Scharer war für mich immer eine verlässliche Partnerin in der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Sie hat nie den Fokus auf die wichtigen Dinge verloren und ihr Sachverstand hat mir stets imponiert“, betonte Bundesminister Stöger bei der Verleihung der Auszeichnung. "Meine frühere Regierungskollegin hat in ihrer Funktion als Landesrätin für Soziales und Gesundheit wichtige dezentrale Einrichtungen geschaffen und damit bedeutende Schritte zur Absicherung der sozialen und gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung gesetzt, die nicht nur im Zentralraum, sondern vor allem auch in den Regionen wirksam wurden", sagte Landeshauptfrau Burgstaller.

Absicherung der regionalen medizinischen Grundversorgung
In ihrer Funktion als Gesundheitsreferentin sicherte Landesrätin Scharer für die Salzburgerinnen und Salzburger innerhalb von nur knapp zwei Jahren (April 2009 bis Juli 2011) die Grundversorgung in allen Fondskrankenhäusern Salzburgs ab, installierte die wohnortnahe Akutgeriatrie und Remobilisation am KH Mittersill und KH Oberndorf. Sie schuf die Übergangspflege zur Entlastung der Akut-Betten in den SALK, KH Oberndorf, KH Hallein, KH Mittersill, KH Zell am See und erstellte Konzepte für die Kinder- und Jugendpsychiatrie am KH Schwarzach sowie ein Onko-Rehakonzept für St. Veit und ein Dialysekonzept für Salzburgs Nierenpatientinnen und -patienten. Zudem setzte sich Landesrätin Erika Scharer dafür ein, dass im Lungau ein Kinderarzt installiert wurde. Die psychiatrische Versorgung wurde unter Landesrätin Scharer regionalisiert und die Flugrettung abgesichert. An den Salzburger Landeskliniken wurde mit ReKIZ die Rehabilitation für Kinder umgesetzt.

Effizienter Einsatz der Gelder durch Kooperationen
Durch Kooperationen der einzelnen Häuser und des intramuralen sowie etxtramuralen Bereiches kam es zu einem effizienteren Einsatz der Gelder wie beispielsweise durch Einkaufskooperationen auf Großgeräte. Gesundheitsreferentin Scharer setzte dabei auch verstärkt auf medizinische Schwerpunktbildungen in den einzelnen Krankenhäusern und brachte wichtige Kooperationen in den Bereichen Onkologie, Pneumologie in Gang. Das Reformpoolprojekt Präoperative Diagnostik wurde umgesetzt und nicht zuletzt die Modellregion Pinzgau zur besseren Gesundheitsversorgung im Pinzgau gestartet. Scharer gab außerdem den Auftakt zu einem Pflegemasterplan – zur Sicherung der Betreuung und Pflege und hob Österreichs modernstes Eltern-Baby-Zentrum aus der Taufe. Sie installierte in ihrer Zeit als Landesrätin auch ein österreichweit einzigartiges Hebammenzentrum.

Vorgesorgt für ein gesundes Salzburg
Im Bereich der Vorsorge und Gesundheitsprävention setzte die gebürtige Kaprunerin das Projekt "Gesundes Salzburg" mit Kernthemen Ernährung, Bewegung, Kardiomobil, Salzburg rauchfrei, Schlaganfallprävention und Diabetesvorsorge um. Die Brustkrebsvorsorge wurde erfolgreich fortgesetzt, die Kampagne Salzburger Männergesundheit und das Projekt "Gesunde Schule gestartet. Rückenfit-Programme wurden flächendeckend für alle Salzburgerinnen und Salzburger auf das Bundesland Salzburg ausgedehnt und ein Integratives Gesundheitsförderungsprogramm für Migrantinnen und Migranten installiert.

Lebenslauf Erika Scharer Landesrätin a.D.
Berufliche Laufbahn
1974 bis 2002 Arbeitsmarktservice (AMS) Zell am See, ab 1995 bis 2000 AMS-Abteilungsleiterin, von 2000 bis 2002 AMS-Geschäftstellenleiterin, 1982 bis 1995 SPÖ Frauenvorsitzende Kaprun, 1988 bis 2002 Gemeinderätin und Vorsitzende des Sozialausschusses in Kaprun, ab 2005 Bezirksvorsitzende der Pinzgauer SPÖ, 1999 bis 2007 im Aufsichtsrat der Kapruner Gletscherbahnen, ab 2007 Mitglied des Landesparteivorstandes und Landesparteipräsidiums, ab 2002 Abgeordnete zum Nationalrat, von Februar 2007 bis Juni 2011 Landesrätin für Salzburg. Bis April 2009 war Landesrätin Erika Scharer für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales, Integration, Senioren und Personal verantwortlich, ab April 2009 bis Juli 2011 für die Bereiche Gesundheit (inkl. Landesanstalten) und Soziales. Im Juli 2011 legte sie ihre Funktion als Landesrätin nieder.

Projekte
Patin des Aufklärungsprojekts "Junges Leben – rasend schnell vorbei", Entwicklung der jep-Card in Kaprun, Unterstützerin der Oberpinzgauer Fahrgastinitiative, Rumänienhilfe in Zusammenarbeit mit der Verbundgesellschaft in Reghin, Flüchtlingsbetreuung während des Bosnien-Krieges, Einsatzleiterin des Angehörigenzentrums/Tunnelunglück Kaprun, Projektleiterin zur Errichtung der Gedenkstätte in Kaprun.

Auszeichnungen
1997 wurde Landesrätin Erika Scharer als engagierte Kämpferin für die Anliegen der Frauen am Arbeitsmarkt mit dem Irma-von-Troll-Borostyáni-Preis ausgezeichnet. 2001 erhielt Landesrätin Erika Scharer das goldene Verdienstkreuz des Landes für ihren Einsatz als Einsatzleiterin des Angehörigenzentrums in Kaprun.
     
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