Biosphärenpark Kärntner Nockberge von der UNESCO anerkannt   

erstellt am
18. 07. 12

LHStv. Scheuch: Größter Biosphärenpark Österreichs ist Modellregion für nachhaltigen Entwicklung - Meilenstein für Region
Klagenfurt (lpd) - Nach insgesamt achtjährigen intensiven Vorarbeiten gab es in Paris die langersehnte positive Nachricht für den Biosphärenpark Kärntner Nockberge. Die länderübergreifende Einreichung vom Salzburger Lungau und den Kärntner Nockbergen wurde als eine von 20 neuen Regionen aus Europa, Afrika, Amerika und Asien in die Liste der UNESCO aufgenommen. Mit der Auszeichnung darf der Biosphärenpark Kärntner Nockberge das internationale Gütesiegel "Modellregion für nachhaltige Entwicklung" tragen.

"Im globalen Tourismus-Wettbewerb wird es für kleinere Regionen immer schwieriger, das Interesse potenzieller Urlaubsgäste auf die eigenen Angebote zu lenken. Als starke Motoren können hier internationale Auszeichnungen und Prädikate wie der UNESCO-Biosphärenpark dienen", gibt Nationalparkreferent LHStv. Uwe Scheuch am 19.07. bekannt und gratuliert dem gesamten Team des Biosphärenparks zu diesem Meilenstein.

Ab sofort sind der Salzburger Lungau und die Kärntner Nockberge Teil dieser besonderen Regionen auf der ganzen Welt, die sich durch ihre Schönheit, Ursprünglichkeit und Authentizität auszeichnen. Das UNESCO-Gremium würdigte dabei besonders, dass die Bevölkerung intensiv in die Ausweisung des Parks einbezogen worden war. "Biosphäre heißt Lebensraum und bedeutet einen wertvollen Bereich für Mensch und Umwelt sowie für Wirtschaft und Tradition", unterstreicht Scheuch.

Neben der Bewusstseinsbildung für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Region geht es auch um ein Qualitätsprädikat für den Tourismus. "Neben dieser wichtigen Auszeichnung werden Netzwerke und Kooperationen entstehen, um den ansässigen Betrieben ein Gütesiegel für Regionalität und Qualität zu bieten", so der Nationalparkreferent.

Zur Philosophie eines Biosphärenparks gehören folgende Merkmale: die Erhaltung von Landschaft, schützenswerter Lebensräume, Kulturlandschaft, Land- und Forstwirtschaft, kultureller Vielfalt und Brauchtum, die Entwicklung der Regionen unter besonderer Berücksichtigung der natürlichen Ressourcen und Einbeziehung der Bevölkerung, von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, des Tourismus und der ansässigen Betriebe wie Handwerk, Gewerbe, Dienstleistung, die Partizipation, gemeinsames Gestalten und Sensibilisierung für laufende Entwicklung der Bevölkerung sowie Koordination und Kooperation der touristischen, wirtschaftlichen, bildungs- und forschungsrelevanten Aktivitäten und Projekte.

Unter den neu aufgenommenen Gebieten befinden sich neben den Kärntner Nockbergen und dem Salzburger Lungau beliebte Urlaubsziele wie die spanische Kanaren-Insel La Gomera oder das Flussbett der Dordogne im Südwesten Frankreichs. Weltweit gibt es insgesamt 598 Biosphärenparks in 117 Ländern.
     
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