Neue NASA-Mission zum Mars mit Grazer Beteiligung   

erstellt am
22. 08. 12

Graz (öaw) - Laut einer NASA-Presseaussendung vom 20. August 2012 steht die nächste Discovery-Mission fest: InSight soll bereits in vier Jahren zum Mars starten und erstmals einen Blick ins tiefe Innere des Roten Planeten gewähren. Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist an einem der drei wissenschaftlichen Instrumente beteiligt.

Auf InSight befindet sich u.a. ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gebauter vollautomatischer „Maulwurf“, der bis zu fünf Meter tief in den Marsboden eindringen soll, um den Wärmefluss aus dem tiefsten Inneren des Mars zu vermessen. „Ein Sensor zur Bestimmung der elektrischen Eigenschaften des Marsbodens und des Wassergehalts hätte als Teil dieses Maulwurfs in Graz gebaut werden sollen“, erklärt IWF-Wissenschaftler Günter Kargl. „Um konkurrenzfähig zu bleiben, musste die wissenschaftliche Nutzlast abgespeckt werden. Leider ist auch der Grazer Sensor dem Rotstift zum Opfer gefallen“. Damit wurde aus einer österreichischen Hardwarebeteiligung vorerst „nur“ eine wissenschaftliche Beteiligung, auf die man am IWF natürlich auch stolz ist.

Insgesamt wurden 28 Vorschläge für die nächste Discovery-Mission eingereicht. Drei Entwürfe kamen in die engere Auswahl. Der Mars-Lander InSight (vormals GEMS -Geophysical Monitoring Station) hat schließlich das Rennen gemacht und soll im März 2016 starten. Die Landung auf unserem Nachbarplaneten ist für September 2016 vorgesehen. Die wissenschaftliche Missionsdauer beträgt zwei Jahre.
     
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