Regionaler Bildungsplan Steiermark präsentiert 

 

erstellt am
11. 01. 13

Ziel ist ein qualitativ höchstwertiges Bildungssystem für alle Steirerinnen und Steirer
Graz (lk)- Am Mittag des 10.01. präsentierten Landeshauptmann Franz Voves, LH-Vize Hermann Schützenhöfer und Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann gemeinsam mit Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz und Vizepräsidentin Elisabeth Meixner den Regionalen Bildungsplan Steiermark. „Die Landesregierung hat sich ja im Regierungsübereinkommen das Ziel gesetzt, die Steiermark zu einem Bildungsvorzeigeland zu machen. Im Jänner 2012 wurde mit der Optimierung der Schulstandorte im Bereich der Pflichtschulen, landwirtschaftlichen Fachschulen und Berufsschulen der erste Schritt in diese Richtung gesetzt. Nun liegt der aus drei Arbeitspaketen bestehende Endbericht vor, den 40 Bildungsexperten in hunderten Abstimmungsgesprächen erarbeitet haben", so Voves. „Die Steiermark ist in vielen Bereichen europaweit Spitzenreiter, das wollen wir mit diesem Maßnahmen- und Handlungspapier auch im Bildungsbereich erreichen", ergänzt Schützenhöfer.

Der Regionale Bildungsplan Steiermark umfasst die Lebensphasen vom Kleinkind- bis zum Erwachsenenalter. Für jene Bereiche, die ausschließlich in die Bundeskompetenz fallen, dient der Bildungsplan als inhaltlicher Wegweiser für das Einbringen der steirischen Position bei Verhandlungen mit der Bundesregierung. Für jene Bereiche, die in die Landeskompetenz fallen, wurde ein weitreichendes Maßnahmenpaket erarbeitet. Dieses umfasst folgende Bereiche:

  • Ganztägige Schulen
  • Weiterentwicklung der Sekundarstufe 1/Neue Mittelschule
  • Optimierung der Schulstandorte (Landes- und Bundesschulen)
  • Betreuung von Schülern außerhalb der Unterrichtszeiten
  • Elementare Bildung/Kinderbetreuung
  • Unterstützungssysteme an Schulen
  • Migration
  • Sonderpädagogik
  • Lehrberufe
  • Landwirtschaftsschulen
  • Polytechnische Schule
  • Steirischer Förderpreis
  • Neuregelung der schulautonomen Tage
  • Bewegung und gesunde Ernährung im Schulalltag
  • Pädagogische Schulentwicklung
  • Einführung eines Lehrerfeedbacks
  • Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen


„Das Ziel des Bildungsplans ist es, ein qualitativ höchstwertiges Bildungssystem zu schaffen, das die Menschen nicht nur bestmöglich auf die Herausforderungen der Arbeitswelt vorbereitet, sondern auch in ihrer Persönlichkeit stärkt. Wir wollen damit Antworten auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen geben", erklärt Grossmann. So werden im elementaren Bildungsbereich ab sofort 300 neue Betreuungsplätze pro Jahr für die Unter-Dreijährigen geschaffen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Sprachentwicklung gelegt, und zwar nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund. Ganztägige Schulformen sollen forciert werden. „Hier herrscht natürlich absolute Wahlfreiheit; wir werden mit standardisierten Fragebögen ganz konkret den Bedarf erheben und entsprechende Angebote setzen", so Grossmann. Neben einem flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit soll auch die Gruppe der Schulabbrecher verstärkt betreut werden. Weiters wird das Land Steiermark eine Empfehlung an den Bund abgeben, der sich mit der Reform der 9. Schulstufe beschäftigt. Landesschulratspräsident Erlitz ergänzt: „Unser Ziel ist es, in allen steirischen Regionen ein breitgefächertes Angebot sicherzustellen, ohne dabei die finanziellen Rahmenbedingungen außer Acht zu lassen. Wir haben bereits Maßnahmen zur Effizienzverbesserung gesetzt, die wollen wir noch weiter ausbauen." So soll es künftig noch mehr gemeinsame Standortleitungen wie beim Schulzentrum Bad Aussee geben – dies ermöglicht ein effizienteres Schulmanagement, eine bessere Abstimmung und Raumnutzung sowie einen effizienteren Lehrereinsatz. „Ein weiterer Punkt des Maßnahmenkatalogs ist die Verbesserung der Übergänge, zum Beispiel zwischen Kindergarten und Volksschule. Hier gibt es bereits konkrete Projekte. Aber auch die Kooperation zwischen Schule und Elternhaus soll verstärkt werden", so Meixner.

 

 

 

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