Wirtschaftsleistung in Linz-Wels beträgt 24,3 Mrd. Euro 

 

erstellt am
25. 01. 13

Linz (stadt) - Die Region Linz-Wels wird immer mehr als zusammenhängender und höchst erfolgreicher Wirtschaftsraum wahrgenommen. Dies wird auch durch die jüngst veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria zum Bruttoregionalprodukt des Jahres 2010 für die Region Linz-Wels eindrucksvoll bestätigt.

Im Ranking der 35 NUTS 3-Regionen Österreichs für 2010 erreicht Linz-Wels ein Bruttoregionalprodukt (= regionales BIP) von 44.200 Euro pro EinwohnerIn und liegt damit ganz knapp hinter der Bundeshauptstadt Wien (44.300 Euro) auf Platz 2. Auf Platz 3 in der Reihung Wirtschaftsleistung pro Einwohner folgt mit etwas Abstand die Stadtregion Salzburg und Umgebung (43.000 Euro). Hinter Wien Umland/Südteil und dem kleinen Bezirk Bludenz-Bregenzerwald folgen die weiteren Stadtregionen Graz (38.500 Euro; Platz 6), Innsbruck (37.200 Euro; Platz 7), St. Pölten (35.200; Platz 9) und auf Platz 12 folgt die Stadtregion Klagenfurt-Villach mit einem regionalen Bruttoinlandsprodukt von 34.000 Euro pro EinwohnerIn. Der Österreich-Durchschnitt lag 2010 bei 34.100 Euro pro EinwohnerIn.

„Die Wirtschaftsleistung pro Einwohner liegt in der Region Linz-Wels um 30 Prozent über dem österreichischen Durchschnitt. Das zeigt, dass sich in der Region Linz-Wels eine geballte Wirtschaftskraft mit hoher Leistungsfähigkeit angesiedelt hat. Die gute Infrastruktur, Innovationskraft, Unternehmergeist und die Motivation der MitarbeiterInnen waren Grundlage für eine überdurchschnittliche Wertschöpfung in Linz-Wels in der Höhe von 24,3 Milliarden Euro,“ zeigen sich die Linzer Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider und der Welser Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner über die Zahlen zum Bruttoregionalprodukt für das Jahr 2010 beeindruckt.

Neben dem Bruttoregionalprodukt unterstreichen auch andere Wirtschaftsindikatoren, wie die Arbeitslosenquote oder Kommunalsteuereinnahmen (3 Prozent der Lohnsumme) die Wirtschaftskraft von Linz und Wels. Sowohl bei der Arbeitslosenquote als auch bei den Kommunalsteuereinnahmen pro Kopf liegen die Städte Linz und Wels deutlich vor der Bundeshauptstadt Wien. „Der oberösterreichische Zentralraum ist in Summe der beste Betriebsstandort Österreichs,“ ist Stadträtin Wegscheider überzeugt.
Bruttoregionalprodukt (regionales BIP) der 35 NUTS 3-Regionen:

Von der Statistik Austria wird in Entsprechung zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) auch die regionale Entwicklung der Wirtschaftsleistung, das Bruttoregionalprodukt (BRP) = regionales BIP, für die Bundesländer (9 NUTS 2-Regionen) und die 35 NUTS 3-Regionen Österreichs (Zusammenfassungen von politischen Bezirken oder Gerichtsbezirken) berechnet.

Die im Jänner veröffentlichten Werte für das Jahr 2010 zeigen eine Konzentration der Wirtschaftsleistung in den Stadtregionen.

Linz-Wels liegt beim Bruttoregionalprodukt pro EinwohnerIn mit 44.200 Euro um 29,6 Prozent über dem österreichischen Durchschnitt. Die Stadtregion Salzburg liegt 26,1 Prozent über dem Durchschnitt. Mit größerem Abstand folgen die Stadtregionen Graz (12,9 Prozent), Innsbruck (9,1 Prozent) und St. Pölten (3,2 Prozent). Die Region Klagenfurt-Villach liegt bereits um 0,3 Prozent unter dem österreichischen Durchschnitt, obwohl es von den 35 NUTS 3-Regionen den 12. Platz belegt.

2010 musste Linz-Wels nur um Haaresbreite den 1. Platz wieder an die Bundeshauptstadt Wien zurückgeben. Ohne Berücksichtigung der Rundungen auf 100 Euro-Beträge betrug die Differenz von Linz-Wels und Wien nur 41 Euro (0,09 Prozent), wodurch Wien auf 44.300 Euro aufgerundet und Linz auf 44.200 Euro abgerundet wurde.

Die Wirtschaftsregion Linz-Wels ist nicht nur wegen des hohen Spitzenwertes pro EinwohnerIn bemerkenswert, sondern weil sich dieser Spitzenwert auf eine breite Basis von 550.000 EinwohnerInnen bezieht. Linz-Wels ist nach Wien die bevölkerungsstärkste NUTS 3-Region Österreichs. Die Stadtregion Graz folgt mit 401.600 EinwohnerInnen.
Linz-Wels ist das Wirtschaftszentrum von Oberösterreich

Oberösterreich ist in fünf NUTS 3-Regionen gegliedert: Linz-Wels, Steyr-Kirchdorf, Traunviertel, Innviertel und Mühlviertel.
Die Region Linz-Wels umfasst neben den Städten Linz und Wels noch die 76 Städte und Gemeinden der politischen Bezirke Linz-Land, Wels-Land, Eferding und des Gerichtsbezirks Urfahr-Umgebung. 2010 wurde ein Bruttoregionalprodukt (BRP) von 24,3 Milliarden Euro bzw. 44.200 Euro pro EinwohnerIn erwirtschaftet.
Die Region Linz-Wels hat 550.000 EinwohnerInnen und es haben 351.200 Erwerbstätige hier ihren Arbeitsplatz. In Linz-Wels werden 51 Prozent des OÖ. Bruttoregionalprodukts erwirtschaftet. Es haben 48 Prozent der in Oberösterreich Erwerbstätigen hier ihren Arbeitsplatz. Bei einem Bevölkerungsanteil von 39 Prozent zeigt dies, dass in der Region Linz-Wels viele EinpendlerInnen wesentlich zur hohen Wirtschaftsleistung beitragen.

Herausragende Bedeutung des Produktionsstandortes Linz-Wels
In der Region Linz-Wels beträgt der Anteil der Produktion an der Gesamtwirtschaftsleistung 34,3 Prozent. Linz-Wels hat damit den höchsten Industrieanteil aller städtischen Regionen und liegt auch über dem österreichischen Durchschnitt von 28,7 Prozent.

Im Wirtschaftssektor Produktion liegt die Bruttowertschöpfung (BWS) pro EinwohnerIn in Linz-Wels um 55 Prozent über dem österreichischen Durchschnitt. Im Ranking der 35 Regionen Österreichs liegt die Industrieregion Linz-Wels an dritter Stelle. Nur die deutlich kleineren Regionen Steyr-Kirchdorf und Bludenz-Bregenzer Wald haben eine höhere industrielle Wertschöpfung pro EinwohnerIn.

Angesichts der Größe von Linz-Wels (zweitgrößte NUTS 3-Region nach EinwohnerInnen) und der überdurchschnittlich hohen Wertschöpfung im Produktionsbereich zeigt sich die herausragende Bedeutung des Industriestandortes Linz-Wels für Österreich.

Im Industriebereich schlägt Linz-Wels alle anderen Stadtregionen um Längen. Die Stadtregionen St. Pölten, Klagenfurt-Villach, Innsbruck und Wien liegen sogar unter dem österreichischen Durchschnitt.

Bedeutung des Dienstleistungsstandortes Linz-Wels
Trotz seiner Stärke als Industrieregion überrascht Linz-Wels auch als eine der stärksten Regionen im Dienstleistungssektor, mit einer Wertschöpfung pro EinwohnerIn, die um 21 Prozent über dem Durchschnitt liegt.

Im Vergleich der Stadtregionen liegen nur Wien und Salzburg besser. Im Ranking aller 35 NUTS 3-Region belegt Linz-Wels hinter der Region Wien-Umland/Südteil im Dienstleistungsbereich den 4. Platz.

Im Gesamtranking der 35 NUTS 3-Regionen zeigt sich die Stärke der Stadtregionen im Dienstleistungsbereich und die zum Teil unterdurchschnittliche Wirtschaftsleistung im Produktionsbereich.

Mit der großen Stärke in beiden Bereichen (Platz 4 und Platz 3) belegt Linz den 2. Gesamtrang. Wien schafft trotz Rang 26 im Produktionsbereich durch die extreme Stärke im Dienstleistungsbereich den 1. Gesamtrang.

Der Dienstleistungsbereich ist in Österreich der größte Wirtschaftssektor. Knapp 70 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung entfielen auf den Bereich Dienstleistungen. Vor allem die städtischen Regionen haben im Dienstleistungsbereich ihre Stärken und weisen einen noch höheren Anteil in diesem Bereich aus. Absoluter Spitzenreiter im Dienstleistungsbereich ist die Bundeshauptstadt Wien mit einem Dienstleistungsanteil von 82,6 Prozent. Nur in Linz-Wels liegt der Dienstleistungsanteil mit 65,2 Prozent unter dem Österreich-Durchschnitt. Das liegt aber - wie gezeigt - nicht an einer Schwäche des Dienstleistungssektors in Linz-Wels, sondern nur an der außergewöhnlichen Stärke als Industriestandort.

Linzer Zukunft als kreative Donaustadt mit industrieller Prägung
Was für die Region Linz-Wels gilt, gilt für Linz in nochmals konzentrierter Form. Besonders die Arbeitsplatzdichte ist in Linz einzigartig, wie die Kommunalsteuereinnahmen pro EinwohnerIn zeigen „Linz ist ein international hervorragender Industriestandort und bietet zugleich sehr gute Rahmenbedingungen und Lebensqualität für die Entwicklung des Dienstleistungssektors, wie der Aufschwung von Linz als Kultur- und Tourismusstadt zeigt,“ so Stadträtin Wegscheider.

Die Möglichkeiten an neuen Betriebsflächen sind in Linz aufgrund seiner Größe beschränkt. „Um aber ein Mindestangebot an neuen Betriebsansielungsflächen im nächsten Jahrzehnt anbieten zu können, sind im örtlichen Entwicklungskonzept an der B1 in Pichling rund 100.000 Quadratmeter Betriebsbaugebiet vorgesehen. Ein noch nicht voll genutztes Potenzial bieten auch die Donau und die Hafenareale. Das betrifft sowohl den Ausbau des Güterverkehrs auf der Donau, vor allem mit den Chancen auf neue Absatzmärkte in der Schwarzmeer-Region, als auch die Kreativwirtschaft. Kreativität und Donau werden daher auch Themenschwerpunkte für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Linz sein. Denn Kreativität ist der Rohstoff für neues Wirtschaftswachstum,“ so Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider.

Starke Wirtschaft steigert Kommunalsteuereinnahmen
„Wie sehr nationale und internationale Unternehmen die Region Linz-Wels schätzen, zeigt unter anderem die Tatsache, dass alleine in Wels die Einnahmen aus der Kommunalsteuer zwischen 2001 und 2011 um mehr als 48,2 Prozent gestiegen sind“, freut sich Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner und weist damit auf die positiven Folgen einer starken Wirtschaft für die städtischen Steuereinnahmen hin. „Linz ist sogar die steuerreichste Stadt Österreichs“, betont Stadträtin Wegscheider.

Bei der Kommunalsteuer zahlen die abgabepflichtigen Betriebe drei Prozent der Lohnsumme an die Städte und Gemeinden. Damit sind die Kommunalsteuereinnahmen auch ein guter Indikator für die wirtschaftliche Stärke und Entwicklung einer Stadt. Linz und Wels belegen im Vergleich der Kommunalsteuereinnahmen der größeren Städte Österreichs mit 643 Euro beziehungsweise 527 Euro den ersten bzw. den dritten Platz.

Bei den Gesamt-Steuereinnahmen belegen Linz und Wels im Vergleich der größeren Städte Österreich die Ränge 1 und 4 (Vergleich ohne Wien, das auch als Bundesland Steuereinnahmen erhält). Basis für diese guten Werte sind die hohen Kommunalsteuereinnahmen von Linz und Wels.

 

 

 

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