Donau Soja Erklärung' in Berlin unterzeichnet 

 

erstellt am
23. 01. 13

Agrar-Landesrat Hiegelsberger: Erfolg für Initiative 'Donau Soja' und eine selbstbewusste Europäische Soja-Produktion
Linz (lk) - Die Landwirtschaftsminister und Staatsekretäre von gleich sieben europäischen Ländern – Österreich, Ungarn, Serbien, Kroatien, Slowenien, die Republika Srpska (Bosnien und Herzegowina) und die Schweiz – haben am Wochenende auf der Grünen Woche in Berlin die "Donau Soja Erklärung" unterzeichnet. "Für die von Österreich und insbesondere Oberösterreich ausgehende Initiative ein großer Erfolg und ein Riesenschritt in Richtung einer selbstbewussten eigenständigen europäischen Soja-Produktion", freut sich Oberösterreichs Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Donau Soja garantiert zertifizierte Qualitätsstandards, Gentechnikfreiheit, nachhaltigen regionalen Anbau und 100-prozentige Rückverfolgbarkeit. Mit der Unterzeichnung der Erklärung am Wochenende haben sich damit weitere sieben Länder verpflichtet, den Ausbau europäischer Eiweißpflanzenproduktion nach diesen Maßstäben zu stärken und intensive Kooperationen mit Partnerländern und Regionen in Europa zu entwickeln. Die Bundesländer Oberösterreich und Bayern hatten die Erklärung bereits im vergangenen Jahr unterzeichnet. Für Polen ist die Unterzeichnung derzeit in Vorbereitung.

Die "Donau Soja Erklärung" definiert auch den notwendigen Fahrplan für die Umsetzung eines Anbauprogrammes in den Ackerbauregionen entlang der Donau. Unter anderem soll dies durch geeignete Anreize im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf EU-Ebene erfolgen.

„Oberösterreich ist in Österreich das Soja-Produktionsland Nr.1 und Mitbegründer der Initiative 'Donau Soja'. Daher freue ich mich besonders über die Unterstützung von sieben Staaten, die der Initiative beigetreten sind", sagt Hiegelsberger, der den Ausbau der Soja-Produktion auch innerhalb Oberösterreichs weiter forcieren will.

Sojaschrot ist bereits das wichtigste Eiweißfuttermittel in der Landwirtschaft und die Nachfrage steigt stetig. Die Europäische Union importiert derzeit jährlich 23 Millionen Tonnen Sojaschrot und 12,5 Mio. Tonnen Soja, produziert selbst nur knapp eine Million Tonnen. In Oberösterreich gibt es einen Bedarf von ca. 250.000 Tonnen Sojaschrot. Im Jahr 2012 wurden in Oberösterreich rund 40.000 Tonnen Sojabohnen produziert.

Entstanden ist die Initiative Donau Soja ausgehend vom Verein "Soja aus Österreich" in enger Zusammenarbeit mit Oberösterreich. Der gemeinnützige Verein "Donau Soja" mit Sitz in Wien hat bereits 50 internationale Mitglieder aus Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft und bildet die Wertschöpfungskette vom Landwirt über Saatgut, Agrarhandel, Lebensmittelproduktion, Ölmühlen, Futtermittelproduktion, tierische Veredelung sowie den Lebensmittelhandel ab.

Im Februar 2013 startet der Verein "Donau Soja" mit elf Informationsveranstaltungen in der Donau Region, bei denen Landwirt/innen und Journalist/innen unterrichtet und ihnen grundlegendes Wissen über den Sojaanbau vermittelt wird. Unternehmen des Lebens- und Futtermittelbereichs, Saatgutfirmen und Kontrollstellen österreichischer Unternehmen nehmen teil, um Partnerschaften aufzubauen. Der Verein entwickelt ein europäisches Soja-Forschungsprogramm, um dringend benötigte wissenschaftliche Impulse zu setzen und die hochrangigen europäischen Forscher/innen besser zu vernetzen. Im Frühjahr werden auch die ersten Lieferungen von zertifiziertem "Donau Soja" in Österreich erwartet.

 

 

 

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