Vorarlbergs Position als beachtetes Architekturland weiter festigen 

 

erstellt am
23. 01. 13

Land unterstützt Arbeit des Vorarlberger Architektur Instituts 2013 mit 155.000 Euro – LH Wallner und LSth. Rüdisser: Bauen und Wohnen sind Ausdruck von Lebensqualität
Dornbirn/Bregenz (vlk) – Das Land Vorarlberg ist durch sein frühzeitiges Bekenntnis zu einer modernen und nachhaltigen Architektur längst auch international ins Blickfeld eines interessierten Fachpublikums gerückt. Einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leistet dazu bis heute das in Dornbirn angesiedelte Vorarlberger Architektur Institut (vai). Damit es die vielfältigen Aktivitäten und Leistungen erfolgreich fortsetzen kann, wird das Institut vom Land 2013 mit 155.000 Euro unterstützt, informieren Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschafts- und Tourismusreferent Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser.

In der Fachwelt gilt Vorarlberg als die ländliche Region mit dem dichtesten Netz an neuer Architektur. Die Entwicklung vom Agrarland zur erfolgreichen Wirtschaftsregion hat einen starken Niederschlag im Architekturbereich gefunden. Sehr früh wurde Bauen hierzulande als kreative Sache verstanden, bei der ästhetische Überlegungen und langfristige Aspekte ebenso eine Rolle spielen wie die Rücksichtnahme auf die Um- und Nachwelt. "Neben dem liberalen Vorarlberger Baurecht ist es insbesondere den innovativen Architekten und experimentierfreudigen Bauherren zu verdanken, dass Vorarlberg heute als attraktives Architekturland internationale Beachtung und Anerkennung zuteil wird", erklärt Landeshauptmann Wallner. Das Land engagiere sich deshalb tatkräftig in diesem Qualitäts-Netzwerk, weil "wir wissen, dass wir damit attraktive Lebensräume für die Menschen in unserem Land schaffen und gleichzeitig zukunftsorientierte Arbeitsplätze in der heimischen Wirtschaft sichern", so Wallner weiter.

Architektur als touristisches Zugpferd
Längst macht sich Vorarlbergs Bekenntnis zur modernen Architektur auch touristisch bezahlt. "Die Zahl an Fachleuten, die Jahr für Jahr nach Vorarlberg kommen, um sich vor Ort von der architektonischen Experimentierfreude ein Bild zu machen, ist beachtlich", sagt Landesstatthalter Rüdisser. Für diese Architekturtouristen bietet das Vorarlberger Architektur Institut eine wichtige Anlauf- und Servicestelle. Es ist bei der Planung und Vorbereitung von Architektur-Exkursionen in Vorarlberg behilflich und verfügt über ein Team von Architekturführern, das die Gruppen zu den interessantesten Bauwerken begleitet. Der moderne Holzbau ist ein weiterer Magnet dieser Form des Architekturtourismus - Holzbaubetriebe, neue Technologien und Konstruktionen sind ebenso von Interesse wie die gelungene Umsetzung, die anhand zahlreicher Projekte besichtigt werden kann. Daneben vermittelt das Institut heimische Architekturqualität anhand von Ausstellungen und Bauherrenpreisen, produziert Fachbücher für ein internationales Publikum, initiiert Projekte in Kooperation mit Hochschulen und auf Landesebene, verhilft innovativen Architekturprojekten in die lokale Presse, veranstaltet Symposien und organisiert Weiterbildungsveranstaltungen für Architektinnen und Architekten.

15-jährige Geschichte
Das Vorarlberger Architektur Institut wurde auf Initiative der Zentralvereinigung der Architekten Vorarlbergs eingerichtet. Der Gründung ging ein Treffen von rund zwanzig Architekten, Baukünstler und Vertreter von Baubehörden und Bauträgern voraus, die im Februar 1997 Zweck und Ziele einer Institution zur nachhaltigen Stärkung der Baukultur in Vorarlberg diskutierten. Über die Jahre nahm nicht nur die Mitgliederzahl zu, sondern auch die Aktivitäten wurden mehr und mehr erweitert. Zur Optimierung in finanztechnischer Hinsicht und zur Vereinfachung der innerbetrieblichen Strukturen wurde im März 2003 die Geschäftsstelle in die "vai gemeinnützige Vorarlberger Architektur Dienstleistung GmbH" übergeführt. Neben dem Land wird das vai auch vom Bundesministerium für Unterricht Kunst und Kultur, der Stadt Dornbirn und der Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg gefördert.

 

 

 

Informationen: http://www.v-a-i.at

 

 

 

 

 

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