2015 wird es in der Steiermark 285 Gemeinden geben 

 

erstellt am
22. 01. 13

Die steirischen Reformpartner präsentieren Gemeindestrukturreform
Graz (lk) - Die steirischen Reformpartner Landeshauptmann Franz Voves und Landeshauptmann-Vize Hermann Schützenhöfer haben am 21.01. im Beisein der Klubobleute Walter Kröpfl und Christopher Drexler die Ergebnisse der Gemeindestrukturreform präsentiert.

"Am Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2010 hatte die Steiermark 542 Gemeinden und damit im Vergleich zu allen anderen Bundesländern die kleinteiligste Gemeindestruktur. 2015 werden es 285 Gemeinden sein. Mit dieser Reform wird der Nachteil, den die Steiermark durch ihre Kleinstrukturiertheit bisher hatte, endlich aufgehoben. Stärkere Gemeinden in stärkeren Regionen bieten uns die Chance, die Abwanderung aus den ländlichen Gebieten einzudämmen und Wirtschaft und Beschäftigung vor Ort zu erhalten bzw. auszubauen", so Landeshauptmann Franz Voves. Er finde es großartig, dass 207 Gemeinden freiwillig fusionieren wollen.

Und Landeshauptmann-Vize Hermann Schützenhöfer betonte: „Das ist ein historischen Tag für die Steiermark. Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit weniger Gemeinden sind wir einfach stärker und für die nächsten 60, 70 Jahre überlebensfähiger. Die durchschnittliche Einwohnerzahl je Gemeinde wird sich durch die Reform von 1.754 auf 3.342 erhöhen, damit liegen wir österreichweit an der dritten Stelle nach Vorarlberg und Kärnten. Da ist ein großer Wurf gelungen." Der österreichweite Durchschnitt liegt übrigens bei 2.840 Einwohner pro Gemeinde.

Zu Beginn dieser Legislaturperiode lagen noch 32 Prozent aller österreichischen Gemeinden unter 1.000 Einwohner in der Steiermark. 2015 wird sich dieser Anteil auf 3,6 Prozent verringert haben. Im Gegenzug gibt es statt fünf Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern ab 2015 nun 15 steirische Gemeinden dieser Größenordnung. Die höchste Anzahl an Gemeinden pro Bezirk wird es ab 2015 in Graz-Umgebung und Hartberg-Fürstenfeld (beide je 36) geben, gefolgt von Weiz (30) und Liezen sowie Leibnitz (je 29).

Klubobmann Christopher Drexler betonte, "ohne die entschlossene Doppelspitze Voves und Schützenhöfer wäre die Reform nicht zustande gekommen. Verdienst und Hauptverantwortung liegen vor allem bei ihnen", so Drexler. Klubobmann Walter Kröpfl meinte, dass "am Anfang die Stimmung in beiden Klubs durchaus skeptisch war, heute gibt es aber eine breite Zustimmung." Im Februar werde der Bericht über die Gemeindestrukturreform in den Landtag eingebracht und im zweiten Halbjahr die freiwilligen Vereinigungen genehmigt. Das Gesetz zur Gemeindestrukturreform werde Mitte 2014 beschlossen und ab 1.1.2015 gelte die neue Gemeindestruktur, so die Klubobleute.

 

 

 

Informationen: http://www.gemeindestrukturreform.steiermark.at/

 

 

 

 

 

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