Museum für Völkerkunde zeigt Kunst und Rituale aus dem alten Tibet 

 

erstellt am
29. 01. 13

Die Ausstellung "Bön. Geister aus Butter" ist von 1.2. bis 1.3.2013 im Museum für Völkerkunde in Wien zu sehen
Wien (khm) - Die Bön-Religion ist weit weniger bekannt als der Buddhismus, obwohl sie bereits vor dessen Verbreitung in Tibet praktiziert wurde. Ritualkunst und Liturgie der Bön-Religion werden in einer durchgehenden Tradition seit über einem Jahrtausend und bis in unsere Zeit praktiziert.

Die Ausstellung "Bön. Geister aus Butter - Kunst und Ritual des alten Tibet" im Museum für Völkerkunde in Wien präsentiert zum ersten Mal in Europa anhand von Objekten aus der Zeit vom 10./11. bis zum 20. Jahrhundert die Ritualkunst der Bön-Tradition. Die Schau entstand als Kooperation des Museums für Völkerkunde mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien.

Der Kontext der Ritualobjekte wird in der Ausstellung mittels Fotodokumentation, Dokumentarfilmen und einer einmonatigen Serie von Ritualen gezeigt. Der tibetische Lama Yangön Sherab Tenzin reist speziell für die einmonatige Ritualserie im Zusammenhang mit dem tibetischen Neujahr nach Wien. Gemeinsam mit anderen Lamas wird er eine Vielzahl authentischer Rituale praktizieren. Damit wird den MuseumsbesucherInnen die einmalige Chance geboten, diese Rituale hautnah im Museum für Völkerkunde sowie durch die Live-Übertragung auf der Homepage des Museums mitzuerleben.

Ein einzigartiges, aus Tibet stammendes Manuskript eines Bestattungsrituals für Frauen aus dem 11. oder 12. Jahrhundert bildet den Höhepunkt der Ausstellung. Ferner werden Objekte aus dem Besitz des 1957 verstorbenen österreichischen Wissenschaftlers René de Nebesky-Wojkowitz gezeigt, der großes internationales Renommee besaß; sie befinden sich nunmehr im Bestand des Museums für Völkerkunde, Wien. Die Präsentation von Fotos, Filmmaterial sowie Gegenständen zu seiner Persönlichkeit soll ihn und seine Sammlertätigkeit ehren.

 

 

 

Informationen: http://www.ethno-museum.ac.at/

 

 

 

 

 

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