Leichter Rückgang der österreichischen
 Wirtschaftsleistung im IV. Quartal 2012

 

erstellt am
14. 02. 13
14.00 MEZ

Wien (wifo) - Die Schnellschätzung des WIFO ergab für das IV. Quartal 2012 einen realen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2% gegenüber der Vorperiode. Vor dem Hintergrund der Konjunkturschwäche im Euro-Raum verlor die Entwicklung auch in Österreich an Dynamik. Im Vorjahresvergleich expandierte das BIP um 0,4%. Für das gesamte Jahr 2012 ergab sich somit vorläufig ein Wirtschaftswachstum von 0,7%.

Die österreichische Wirtschaftsleistung sank im IV. Quartal saison- und arbeitstägig bereinigt gegenüber der Vorperiode um 0,2% (nach jeweils +0,1% im II. Quartal und III. Quartal 2012). Das unbereinigte BIP lag um 0,4% über dem Niveau des Vorjahres.

Die Konjunkturschwäche im Euro-Raum dämpfte im IV. Quartal die Exportnachfrage, insbesondere jene nach den Waren. Die Exporte sanken gegenüber der Vorperiode um 0,1%. Auch die Importe verloren im Jahresverlauf an Schwung und waren im IV. Quartal rückläufig (-0,1%). Die Exportflaute spiegelt sich auch in der heimischen Industriekonjunktur: Die Expansion der Wertschöpfung im produzierenden Bereich verringerte sich, im IV. Quartal ergab sich erstmals seit dem II. Quartal 2009 ein Rückgang (-0,7% gegenüber der Vorperiode).

Auch die heimische Nachfrage entwickelte sich schwach. Die private Konsumnachfrage sank gegenüber der Vorperiode um 0,1% (nach einer Stagnation im III. Quartal). Ebenso zurückhaltend verhielten sich die heimischen Unternehmen in ihren Investitionen. Die Bruttoanlageinvestitionen (Bau- und Ausrüstungsinvestitionen) stagnierten aufgrund der Einschränkung der Ausrüstungsinvestitionen. Zum Jahresende hin ließ die Nachfrage nach Ausrüstungen nochmals etwas nach.

In der Bauwirtschaft stabilisierte sich hingegen die Konjunktur weiter. Sowohl die Nachfrage nach Bauinvestitionen (+0,4%) als auch die Wertschöpfung der Bauwirtschaft(+0,2%) wurden im IV. Quartal gegenüber der Vorperiode abermals ausgeweitet.

Ebenso stützte im IV. Quartal die Wertschöpfung im Grundstücks- und Wohnungswesen sowie der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen die heimische Wirtschaft. Kaum Impulse lieferte hingegen der Bereich Handel Kfz, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie.

 

 

 

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