Neues kunst- und musikhistorisches Institut an der ÖAW

 

erstellt am
21. 02. 13
14.00 MEZ

Direktor Werner Telesko international im Blickpunkt
Wien (öaw) - Mit Jahresbeginn 2013 wurden die Kommission für Kunstgeschichte und die Kommission für Musikforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zum neuen Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen zusammengeführt. Die Direktion haben zwei langjährige Mitarbeiter der ÖAW – der Kunsthistoriker Werner Telesko als Direktor und die Musikwissenschaftlerin Barbara Boisits als seine Stellvertreterin übernommen. Beide fungieren auch als Abteilungsleiter ihrer jeweiligen Fachrichtung. Werner Telesko, zuletzt als Herausgeber des ersten Bandes der neuen Publikationsreihe zur Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg hervorgetreten, steht derzeit international im Blickpunkt: Er hält die diesjährige Annual Austrian History Lecture an der renommierten London School of Economics and Political Science (LSE).

Kunst und Musik unter einem Dach
Bereits in der Vergangenheit haben die beiden ehemaligen ÖAW-Kommissionen sehr erfolgreich gemeinsame Projekte zur Geschichte von bildender Kunst und Musik in Österreich und Zentraleuropa unter dem Fokus ihrer europäischen Vernetzung durchgeführt. An dieser Stelle setzt die Arbeit des neuen Instituts an und will inhaltliche Synergien in Richtung einer inter- und transdisziplinären Grundlagenforschung ausbauen und als neue Schwerpunkte etablieren. „Neue Forschungsprojekte sind aus den Themenkreisen Repräsentationsforschung, Wissenschaftsgeschichte und Musikikonographie abteilungsübergreifend geplant – natürlich unter der Wahrung methodischer Eigenständigkeit und Kompetenzen der beiden Disziplinen“, erklärt der neue Direktor, Werner Telesko. Daneben werden die fachspezifischen, national wie international höchst anerkannten laufenden Großprojekte fortgeführt – etwa die Publikationsreihen zur Wiener Hofburg und zur mittelalterlichen Glasmalerei oder die Editions- und Dokumentationsunternehmungen zu einigen der bedeutendsten österreichischen Komponisten (Johann Joseph Fux, Franz Schubert, Johannes Brahms, Anton Webern und Anton Bruckner) sowie die Fortführung der Onlineversion des Oesterreichischen Musiklexikons (oeml online).

Durch die Implementierung innovativer Forschungsvorhaben und die Weiterführung langfristiger Projekte zur „Wahrung und Interpretation des kulturellen Erbes“ unter besonderer Berücksichtigung „europäischer Identitäten“ bekennt sich das neue Institut nachdrücklich zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten der ÖAW, wie sie in der Leistungsvereinbarung 2012–2014 festgelegt wurden.

Annual Austrian History Lecture in London
Das internationale wissenschaftliche Renommee des Direktors des neuen Instituts wird durch seine heutige (20. Februar 2013) Annual Austrian History Lecture unterstrichen, die er an der London School of Economics and Political Science zum Thema “History Reconfigured: Habsburg imperial symbolism and regional identities in the visual arts during the 19th and 20th centuries” hält. Ziel der jährlichen Austrian History Lecture in London ist es, das Verständnis für die Komplexität und die vielen Facetten der österreichischen Geschichte zu erweitern.

 

 

 

Informationen: http://www.oeaw.ac.at

 

 

 

 

 

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