Töchterle: TU-Forschungsreaktor ist ein wesentliches
 Grundlagenforschungsinstrument

 

erstellt am
08. 03. 13
14.00 MEZ

Wissenschafts- und Forschungsminister zu Gast am Atominstitut der TU Wien - Inbetriebnahme des Forschungsreaktors vor rund 50 Jahren
Wien (bmwf) - "Der Forschungsreaktor am Atominstitut der Technischen Universität Wien ist ein wesentliches Grundlagenforschungsinstrument und die Basis für exzellente Forschung, gerade auch in Sicherheitsfragen", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle, der am Nachmittag des 07.03. anlässlich der Inbetriebnahme des Forschungsreaktors vor rund 50 Jahren an einer Veranstaltung am Institut teilgenommen hat. Der wissenschaftliche Output der vergangenen 50 Jahre ist beeindruckend: Rund 4.000 Publikationen, knapp 700 Diplomarbeiten, etwa 400 Dissertationen, 1 Wittgensteinpreis (Dr. Jörg Schmiedmayer) und zwei START-Preise des Wissenschaftsfonds FWF. Weiters kann das Atominstitut rund vier Millionen Euro jährlich an Drittmitteln einwerben. Dazu haben auch zwei Grants des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC) beigetragen.

Beim TRIGA-Reaktor (Training, Research, Isotope Production, General Atomic = TRIGA) handelt es sich um einen Forschungsreaktor, der für Ausbildung, Forschung und Isotopenproduktion eingesetzt wird. Am Atominstitut werden betrieblicher Strahlenschutz sowie sechs Forschungsbereiche behandelt; die Schwerpunkte dabei sind: Angewandte Quantenphysik, Atomphysik und Quantenoptik, Kern- und Teilchenphysik, Neutronen- und Quantenphysik, Strahlenphysik sowie Tieftemperaturphysik und Supraleitung. Zahlreiche Bereiche sind international sehr gut vernetzt, andere leisten wertvolle Ausbildungs- und Trainingsarbeit für internationale Organisationen, beispielsweise die Internationale Atomenergiebehörde mit Sitz in Wien. Das Atominstitut bietet auch ein umfassendes Lehrangebot.

Durch den Austausch der Brennstäbe im Vorjahr, der dank der engagierten Zusammenarbeit aller Beteiligten reibungslos verlief, ist die Forschungsarbeit im Forschungsreaktor bis 2025 gesichert. Denn: Der Forschungsreaktor liefert auch Wissen, das im Sinne einer kritischen Haltung gegenüber der Kernenergie benötigt wird. Weiters wird die Schulung und Weiterbildung von Sicherheitskontrollinspektor/innen auch hohem Niveau gewährleistet.

 

 

 

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