Mitterlehner: Chancen der Energieeffizienz-
 Richtlinie stärker nutzen

 

erstellt am
24. 04. 13
14.00 MEZ

Wirtschafts- und Energieminister bei informellem Rat in Dublin: Energieeffizienz ist entscheidender Faktor für Gelingen der Energiewende
Dublin / Wien (bmwfj) - Die Energieminister der Europäischen Union haben sich am 24.04. bei ihrem Treffen in Dublin dazu bekannt, einen stärkeren Fokus auf das Thema Energieeffizienz zu legen und die entsprechende EU-Richtlinie zügig umzusetzen. "Energieeffizienz spart Kosten und ist der entscheidende Faktor für ein nachhaltiges Gelingen der Energiewende", sagte Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner.

Dabei gehe es sowohl um eine stärkere Bewusstseinsbildung als auch um ein stimmiges Vorgehen aller Sektoren. "Derzeit ist der effizientere Einsatz von Energie noch deutlich weniger attraktiv besetzt als der Ausbau der Erneuerbaren mit zum Beispiel der eigenen Solaranlage am Dach", betonte Mitterlehner. "Es reicht auch nicht, sich in der Sonntagsrede für mehr Energieeffizienz auszusprechen, dann aber am Montag zu versuchen, die Lasten auf den jeweils anderen Bereich abzuschieben. Daher sind alle Stakeholder gefordert, einen Beitrag für den effizienteren Einsatz von Energie zu leisten", so Mitterlehner. Wie die Tagung in Dublin gezeigt hat, wird der gesetzliche Ansatz Österreichs zur Umsetzung der Energieffizienz-Richtlinie in zahlreichen EU-Ländern mit großem Interesse verfolgt. Nach dem Beschluss des Energieeffizienzgesetzes des Bundes Anfang April im Ministerrat laufen derzeit auf parlamentarischer Ebene Gespräche über eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

Um die Effizienzziele zu erreichen, braucht es neben gesetzlichen Maßnahmen auf der nationalen Ebene auch ein besseres Instrumentarium an Finanzierungsangeboten auf EU-Ebene. "Mit einem gebündelten und gleichzeitig administrativ schlanken Angebot könnte die bisher relativ geringe Nutzung durch die Unternehmen deutlich verbessert werden. Energieeffizienzprojekte sollen auch effizient finanziert werden können", betonte Mitterlehner bei der Debatte in Dublin.

 

 

 

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