Österreich fördert Jungwissenschaftler(innen) aus
 Schwellenländern

 

erstellt am
05. 06. 13
14.00 MEZ

Wien (öaw) - Österreich finanziert im Rahmen des UNESCO-Programm "Man and the Biosphere (MAB)" zwei der sechs diesjährigen Forschungspreise. Die Initiative des an der ÖAW angesiedelten Österreichischen MAB-Nationalkomitees wurde von der UNESCO als „best practice example“ gewürdigt.

Im Rahmen der Jahressitzung des International Coordinating Council (ICC) des UNESCO "Man and the Biosphere (MAB)"-Programms Ende Mai 2013 im UNESCO-Hauptquartier in Paris wurden die diesjährigen Preise für herausragende Biosphärenparkforschung an junge Wissenschaftler(innen) überreicht. Österreich finanziert heuer zwei der sechs Preise. Die jährlichen Awards ermöglichen vor allem jungen Wissenschaftler(inne)n aus den Entwicklungs- und Schwellenländern eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung. Es ist das dezidierte Anliegen des Österreichischen MAB-Nationalkomitee, das an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) angesiedelt ist, vor allem die begleitende Forschung im weltweiten Netz der Biosphärenparks zu fördern.

Österreich wird durch Günter Köck, Koordinator der internationalen Forschungsprogramme der ÖAW und Koordinator des Österreichischen MAB-Nationalkomitees im Lenkungsgremium des UNESCO-MAB-Programms vertreten. „Wir gehören sicher zu den aktivsten der 34 im ICC vertretenen Länder und können dadurch die Zukunft eines der sehr einflussreichsten naturwissenschaftlichen Programme der UNESCO an vorderster Front mitgestalten“, freut sich Günter Köck. Das Österreichische MAB-Nationalkomitee nimmt mit seinem Forschungsbudget eine weltweite Sonderstellung ein. Wie schon im Jahr 2012 hat es sich wieder dazu entschlossen, zwei zusätzliche - zu den vier von der UNESCO vorgesehenen - Preise zu stiften. Das starke österreichische Engagement wurde heuer vom MAB-Sekretariat und dem MAB-ICC als "best practice example" gewürdigt.

Das im Jahr 1971 gegründete UNESCO Programm "Man and the Biosphere (MAB") entwickelt wissenschaftliche und anwendungsorientierte Grundlagen im Bereich der Natur- und Sozialwissenschaften, die der langfristigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Artenvielfalt dienen. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung in der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt: die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen dem Schutz der biologischen Vielfalt, der Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und der Bewahrung der jeweiligen kulturellen Werte. Das weltweite Biosphärenpark-Netzwerk umfasst nunmehr 621 Biosphärenparks in 117 Ländern. In Österreich sind bis dato sieben Biosphärenparks (u.a. Wienerwald, Großes Walsertal, Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge) eingerichtet. Im Zuge der heurigen Sitzung wurden auch 12 neue Biosphärenparks genehmigt wurden.

Günter Köck ist der Koordinator der vom BMWF finanzierten internationalen Forschungsprogramme der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Neben seiner Position in der ÖAW leitet er seit 1997 das österreichisch-kanadische Arktis-Forschungsprojekt "HighArctic". In seiner Funktion als Vize-Chair im Bureau des UNESCO-MAB-Programms ist er an der Weiterentwicklung und Koordinierung von MAB auf internationaler Ebene beteiligt, sowie in die Nominierung von neuen Biosphären-Parks eingebunden.

 

 

 

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