Innovationsland Steiermark: Bures und
 Voves zeichnen steirische Frontrunner aus

 

erstellt am
24. 06. 13
14.00 MEZ

Die Steiermark ist Österreichs Innovations- und Industrieland Nummer eins
Graz/Wien (bmvit) - Österreichweit ist die Steiermark jenes Bundesland mit den höchsten Forschungsausgaben (Forschungsquote 4,3 %, Österreichweit: 2,81%) und einer hohen Dichte an innovativen Unternehmen und Exzellenzzentren. "Die steirischen Top-Unternehmen beweisen uns täglich: Das beste Rezept für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung ist Forschung und Innovation", so Innovationsministerin Doris Bures bei der Veranstaltung "Innovationsland Steiermark", die am 24.06. im Dom im Berg in Graz stattfand. Bei der Veranstaltung wurden die fünf steirischen Top-Unternehmen Andritz AG, Anton Paar GmbH, AT&S, AVL und Böhler Schmiedtechnik von Innovationsministerin Doris Bures und Landeshauptmann Franz Voves ausgezeichnet. "Die Steiermark zeigt, dass ein gutes Zusammenspiel von Bund, Ländern und der Wirtschaft den idealen Nährboden für Innovation und Erfolge auf den globalen Märkten bildet", so Landeshauptmann Franz Voves. "Innovation ist aber vor allem auch der Königsweg für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen".

Voraussetzung für ein innovationsfreundliches Klima seien die Rahmenbedingungen der öffentlichen Hand. Das Angebot der steirischen Wirtschaftsförderung SFG und der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG biete das optimale Umfeld für die Zugpferde der heimischen Wirtschaft. "Wir investieren pro Jahr österreichweit rund 500 Millionen Euro in Forschung, Entwicklung und Innovation, davon rund 150 Millionen Euro jährlich in die steirische Forschung. Das ist gut investiertes Geld, weil hier am Standort die Industrie, die Hochschulen und die außeruniversitären Institute gut miteinander kooperieren und so Innovationen auf den Markt bringen", erklärt Innovationsministerin Doris Bures.

Mit 26 Prozent Industrieanteil ist die Steiermark Spitzenreiter in Österreich
Die Steiermark ist aber nicht nur ein Innovationsland, sondern auch ein Industrieland. "Beides hängt ursächlich zusammen, denn Forschung und Innovation helfen, die Produktion und damit viele tausende Arbeitsplätze im Land zu halten", so die Innovationsministerin. Mit einem Industrieanteil von 26 Prozent nimmt die Steiermark innerhalb Österreichs (19 Prozent) die Pole-Position ein. Bures: "Anders als viele andere Länder, die nun um eine Re-Industriealisierung kämpfen, ist Österreich nach wie vor ein Industrie- und Produktionsland. Und die Steiermark hat wesentlichen Anteil daran. Etwa 4000 Betriebe sind in der Steiermark im produzierenden Sektor tätig, knapp 100.000 Beschäftigte zählt die steirische Industrie im engeren Sinne", so Bures.

Landeshauptmann Voves hob die Bedeutung von Forschung und Innovation für die regionale Entwicklung und als Standortfaktor hervor. "Die Steiermark ist mit einer Forschungsquote von 4,3 Prozent Vizeeuropameister im Zukunftsbereich Innovation. Daher freut es mich besonders, dass mit dieser Veranstaltung einerseits ein Überblick über das breitgefächerte Leistungsspektrum steirischer Innovation gibt. Andererseits haben hier auch junge Menschen die einzigartige Möglichkeit, sich im Gespräch auf Augenhöhe mit unseren Innovationsträgern auszutauschen - damit der Funke, ganz im Sinne des Standortes, auf die nächste Generation von Innovatorinnen und Innovatoren überspringt", so Franz Voves.

An der Veranstaltung "Innovationsland Steiermark" nahmen etwa 130 Schülerinnen und Schüler aus steirischen höheren Schulen teil und informierten sich vor Ort über Berufsfelder und Jobchancen im Innovationsbereich. Bures: "Innovation braucht kreative, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle müssen an einem Strang ziehen: Vom Lehrling bis zum Vorstandsvorsitzenden. Deshalb haben wir in meinem Ressort die Talente-Initiative ins Leben gerufen, um junge Menschen für Forschung und Technologie zu begeistern und um Frauen bei ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen."

Bürgermeisterstellvertreterin Martina Schröck hob die Rolle der Stadt Graz als Netzwerkknoten hervor und unterstrich: "Die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadt Graz ist in gut funktionierenden Netzwerken verankert. Das Wesentliche dabei: Das Know-how der Forschungseinrichtungen findet in zahlreichen Unternehmen ihren Niederschlag, da junge Menschen ihr Wissen dort einbringen und dadurch ständig ausgetauscht, weiter entwickelt und geforscht wird. Genau das macht Graz zu einem wichtigen Innovationsstandort."

Frontrunner - Vorbildunternehmen vor den Vorhang
Fast ganz Österreich jubelt, wenn David Alaba oder Marcel Hirscher sportliche Erfolge feiern. Ebenso freuen wir uns, wenn "wir Österreicherinnen und Österreicher" gemeinsam mit Christoph Waltz oder Michael Haneke einen Oscar gewinnen. Im Gegensatz dazu werden jedoch Spitzenleistungen des Innovationslandes Österreich aber kaum wahrgenommen: So wie die Erfolge der rund 400 österreichischen Unternehmen, die in ihren Märkten europa- und weltweit eine Spitzenstellung erzielt haben. Dabei hätten sie sich allemal deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient, als sie momentan bekommen.

"Wer weiß schon, dass zum Beispiel die weltweit führenden Softdrink-Hersteller und Bierbrauer auf Messtechnik aus der Steiermark setzen, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen. Dabei geht es uns nicht um Lokalpatriotismus, sondern um handfeste Wirtschaftsdaten", so Bures. Unternehmen, die in ihren Segmenten eine Technologie- oder Marktführerschaft erreichen, zählen unbestritten zu den Zugpferden der heimischen Wirtschaft. Immerhin beschäftigen diese so genannten "Frontrunner"-Unternehmen rund sechs Prozent der unselbständig Erwerbstätigen in Österreich. Sie stehen auch für etwa neun Prozent der Wertschöpfung und für 41 Prozent aller Forschungsausgaben heimischer Unternehmen. Und sie erreichen Exportquoten von über 80 oder sogar 90 Prozent - eine nahezu unerreichbare Messlatte für viele andere Unternehmen. "Was sie besonders auszeichnet ist, dass sie sehr stark mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen vernetzt sind und in Summe mit tausenden kleinen und mittleren Unternehmen als Zulieferer, vorgelagerten Betrieben und Unternehmens-Dienstleistern in Beziehungen stehen und so wertvolle Arbeitsplätze in Österreich schaffen", erläutert Bures abschließend.

Im Rahmen der Veranstaltung "Innovationsland Steiermark" wurden die AVL List GmbH, die Andritz AG, die Anton Paar GmbH, AT&S und die Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG von Innovationsministerin Doris Bures als Frontrunner-Unternehmen geehrt und ausgezeichnet. Die fünf Unternehmen präsentierten bei der Veranstaltung gemeinsam mit Forschungsinstituten wie dem K2-Zentrum Virtual Vehicle, der TU Graz, Joanneum Research Forschungsgesellschaft oder dem K1-Zentrum Know-Center ihre Strategien und Erfolge.

 

 

 

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