Dritte Ausbaustufe der Fachhochschul-Offensive

 

erstellt am
01. 07. 13
14.00 MEZ

BM Töchterle präsentiert bei Besuch an der FH Vorarlberg gemeinsam mit LR Sonderegger, VR Müller und GF Fitz-Rankl weiteren Ausbau - 24 zusätzliche Plätze an FH Vorarlberg
Wien (bmwf) - Der zweitgrößte Ausbau der Studienplätze an Fachhochschulen seit deren Bestehen geht in die nächste Runde: Im Rahmen der Hochschul-Milliarde erfolgt die dritte Ausbaustufe. Sie bringt österreichweit 534 zusätzliche Studienplätze ab dem Studienjahr 2014/2015 und hat ein Volumen von rund zehn Millionen Euro. "Der Ausbau der Studienplätze entspricht der ständig wachsenden Nachfrage - der FH-Sektor blüht, das zeigt sich gerade auch an der FH Vorarlberg, die sich zu einem wesentlichen Standortfaktor für die Region entwickelt hat und sich durch ihre praxisnahe Ausbildung und hohe Attraktivität für Unternehmen im Umfeld auszeichnet", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Wissenschaftslandesrat Mag. Harald Sonderegger, Vizerektor Prof. (FH) Dr. Oskar Müller und Geschäftsführer Mag. Stefan Fitz-Rankl an der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn. Die FH Vorarlberg profitiert von der dritten Ausbaustufe mit 24 zusätzlichen Plätzen. Nach dem Pressegespräch machte sich der Minister bei einem Rundgang durch die FH von den neuesten Vorhaben und Investitionen ein Bild.

"Die Vorarlberger Landesregierung hat das große Potenzial der Fachhochschule als akademische und gleichzeitig praxisnahe tertiäre Ausbildungsebene von Anfang an ebenso richtig wie frühzeitig erkannt und mit ihrem großen Engagement wesentlich dazu beigetragen, dass sich die FH Vorarlberg (FHV) sehr gut entwickelt hat", so Landesrat Mag. Harald Sonderegger. Das Land Vorarlberg investiert bewusst in die Forschung an der FHV. "Mit diesen Investitionen fördert das Land einerseits die hohe Qualität in der Lehre und stärkt damit andererseits zugleich die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Innovation und Wettbewerbsvorteile zu generieren ist zentrale Aufgabe von Forschung. Fachhochschulen und deren zahlreiche Kooperationen mit Wirtschaft und Gesellschaft sind Schlüsselfaktoren für die Innovationsdynamik unseres Wirtschaftsstandorts", betont Sonderegger.

Insgesamt wurde an der FHV im vergangenen Jahr an 50 Forschungs- und Entwicklungsprojekten gearbeitet. Das gesamte Forschungsvolumen belief sich auf 3,59 Millionen Euro. Davon konnten gut 58 Prozent durch Drittmittel finanziert werden. Zwei Drittel der Projekte wurden im Auftrag und in Zusammenarbeit mit Vorarlberger Unternehmen und Organisationen durchgeführt. Weitere Projekte wurden mit überregionalen bzw. internationalen Partnern oder mit Hochschulpartnern bzw. in Eigenregie abgewickelt. 2013 wird der Ausbau der Studienplätze weiter vorangetrieben. Für neue zusätzliche Studienangebote im Bereich Energietechnik und Energiewirtschaft und noch weiteren von der Wirtschaft und der Industrie nachgefragten Bereichen soll ein Ausbau des Studienangebots auf insgesamt gut 1.200 Plätze erfolgen. "Dieser Ausbau ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung einer breit gefächerten, hochwertigen Aus- und Weiterbildung im Lande", unterstreicht der Landesrat.

"Das Erfolgsmodell FHV hat viele Determinanten. Eine davon ist unsere Wirtschafts- und Praxisnähe. Die FHV hat seit Anbeginn ihre Studienprogramme in Kooperation und Vernetzung mit der Wirtschaft und für die Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. Diese enge Zusammenarbeit spannt sich über alle Studiengänge und alle Bereiche der Hochschule", sagt Vizerektor (FH) Dr. Oskar Müller. "Sie ist vielschichtig und umfangreich", verweist er auf folgendes Beispiel: Seit 2011 hat die FHV in allen Studienbereichen Fachbeiräte eingerichtet. Deren Inputs fließen in die Entwicklung und Durchführung der jeweiligen Studienprogramme ein. Darüber hinaus werden regelmäßig Bedarfs- und Marktanalysen durchgeführt und unsere Studienprogramme über den gesetzlichen Rahmen hinaus, freiwillig regelmäßig "reakkreditiert".

"Das Erfolgsmodell FHV zeigt sich auch am guten Ruf der Hochschule. Aktuell kommen an der FHV zwei Bewerbungen auf einen Studienplatz, was deutlich zeigt, dass die FHV stark nachgefragt wird und wir mehr Studienplätze benötigen würden", betont Geschäftsführer Mag. Stefan Fitz Rankl. Aktuelles Beispiel sei der im Herbst startende neue Masterstudiengang Energietechnik und Energiewirtschaft. Dieser Studiengang wurde durch die neuen Studienplätze möglich. "Innerhalb von nur einem Jahr hat die FHV in enger Kooperation mit Wirtschaft und Forschung das Curriculum für diesen sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich brisanten Bereich entwickelt und die umfangreichen gesetzlichen Rahmenbedingungen abgewickelt. Wir starten im Herbst mit 30 Studierenden, hatten aber fast doppelt so viele Bewerber/innen als Studienplätze, obwohl das Studium als Zugangsvoraussetzung einen akademischen Abschluss hat und berufsbegleitend durchgeführt wird."

Die dritte Ausbaustufe im Überblick
Die dritte FH-Ausbaustufe umfasst österreichweit 534 zusätzliche Studienplätze, die ab dem Studienjahr 2014/2015 finanziert werden. Schwerpunkte dieser Ausschreibung waren die Bereiche Weiterbildung, Kooperationen sowie Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung von Studiengängen und Standorten. Insgesamt investiert der Bund im Rahmen der Hochschulmilliarde rund 40 Millionen Euro in die drei Ausbaustufen und schafft so bis 2015 rund 4.200 neue hochwertige Ausbildungsplätze in zukunftsträchtigen und stark nachgefragten Bereichen. Der Ausbau der FH-Studienplätze entspricht dem von Minister Töchterle mehrfach betonten Ziel, ebenso den Empfehlungen der Expertengruppe zum Hochschulplan und des Wissenschaftsrates.

Dritte Ausbaustufe - der Ausbau der Studienplätze an den einzelnen Fachhochschulen ab dem Studienjahr 2014/2015 im Überblick:

  • FH Burgenland: 20 zusätzliche Plätze
  • FH Kärnten: 10 zusätzliche Plätze
  • FH Krems: 30 zusätzliche Plätze
  • FH St. Pölten: 24 zusätzliche Plätze
  • FH Wiener Neustadt: 25 zusätzliche Plätze
  • FH Oberösterreich: 65 zusätzliche Plätze
  • FH Salzburg: 30 zusätzliche Plätze
  • Campus 02 Graz: 10 zusätzliche Plätze
  • FH Joanneum: 58 zusätzliche Plätze
  • MCI - Management Center Innsbruck: 30 zusätzliche Plätze
  • FH Kufstein: 17 zusätzliche Plätze
  • FH Vorarlberg: 24 zusätzliche Plätze
  • FH BFI Wien: 30 zusätzliche Plätze
  • FH Campus Wien: 61 zusätzliche Plätze
  • FFH - Gesellschaft zur Erhaltung und Durchführung von FH-Studiengängen: 10 zusätzliche Plätze
  • Lauder Business School: 10 zusätzliche Plätze
  • FH Technikum Wien: 50 zusätzliche Plätze
  • FHW - Fachhochschul-Studiengänge Betriebs- und Forschungseinrichtungen der Wiener Wirtschaft: 30 zusätzliche Plätze

GESAMT: 534 zusätzliche Studienplätze

Im Rahmen seines heutigen Vorarlberg-Besuchs war Minister Töchterle am Vormittag bei Landeshauptmann Mag. Markus Wallner zu Gast, zu Mittag erfolgt ein Arbeitsgespräch mit Landesrätin Bernadette Mennel und dem Rektorat der Pädagogischen Hochschule. Am Nachmittag wird der Minister gemeinsam mit Landesrat Sonderegger in Dornbirn das Institut für Atemgasanalytik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie das im Forschungsbereich starke Unternehmen "Cree", das sich unter anderem mit dem weltweit ersten Holzhochhaus in Systembauweise einen Namen gemacht hat, besuchen.

 

 

 

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