Leitl: Österreichs Wirtschaft heißt Kroatien
 herzlich willkommen in der EU

 

erstellt am
28. 06. 13
14.00 MEZ

Österreich ist bereits größter Auslandsinvestor in Kroatien - weitere Intensivierung der engen Wirtschaftsbeziehungen zu erwarten
Wien (pwk) - "Österreichs Wirtschaft heißt Kroatien herzlich willkommen - wir empfangen das 28. Mitgliedsland der Europäischen Union mit offenen Armen", sagt Wirtschaftskammer- Präsident Christoph Leitl im Hinblick auf den Beitritt Kroatiens zur EU am 1. Juli 2013. Die österreichische Wirtschaft habe den raschen Beitritt des Landes seit jeher sehr unterstützt und verspricht sich von der nunmehrigen Vollmitgliedschaft eine weitere Intensivierung der bereits engen Wirtschaftsbeziehungen.

Die österreichische Wirtschaft ist in Kroatien zwar schon gut vertreten. Vor allem viele kleinere und mittlere Unternehmen wollten aber dessen Beitritt abwarten, bevor sie mit größeren Investitionen aktiv werden, so Leitl. "Ich bin sicher, dass wir bei den Betriebsansiedelungen nun bald die 1000er-Grenze überschreiten werden."

Die österreichische Wirtschaft hat von 1993 (Beginn der Aufzeichnungen) bis 2011 mit 6,5 Mrd. Euro ca. 25 % aller Auslandsinvestitionen getätigt. Damit ist Österreich der bei weitem größte ausländische Investor - noch vor den Niederlanden, Deutschland und Ungarn. Etwa 700- 750 österreichische Firmen verfügen derzeit über Niederlassungen in fast allen Sektoren. Der traditionelle Handelsbilanzüberschuss von ca. 349 Mio. Euro im Jahr 2012 (bei österreichischen Exporten nach Kroatien von 1,109 Mrd. Euro und Importen aus Kroatien von 0,761 Mrd. Euro) zählt zu den höchsten im österreichischen Außenhandel, vor allem, wenn man diesen in Relation zur Exportsumme setzt.

Klar sei freilich auch, so Leitl, dass die für österreichische Investoren wichtige Rechtssicherheit im Land noch weiter verbessert werden müsse. "Ich bin überzeugt, dass der EU-Beitritt hier einen weiteren Schub zum beiderseitigen Nutzen auslösen wird", so Leitl. Für Kroatien selbst eröffne der Beitritt in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit die Türen zu Europa und damit die Chance zur vollen Teilnahme am weltweit größten Markt, so Leitl abschließend.

 

 

 

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