Vorarlbergs Landwirtschaft setzt auf Regionalität
 und faire Abgeltung

 

erstellt am
25. 06. 13
14.00 MEZ

LH Wallner und LR Schwärzler präsentierten Vorarlberger Agrarbericht 2013
Bregenz (vlk) - Die Bedeutung des Bauernhofes als Familienunternehmen und Arbeitsplatz sowie bäuerliche Arbeit als Beitrag zur Lebensqualität in Vorarlberg – all das ist im eben erschienenen Land- und Forstwirtschaftsbericht 2013 in Zahlen, Daten und Fakten eindrücklich dokumentiert. Landeshauptmann Markus Wallner und Agrarlandesrat Erich Schwärzler stellten den Bericht am 25.06. im Pressefoyer vor.

2012 war für Vorarlbergs Bäuerinnen und Bauern ein wirtschaftlich durchschnittliches, aber zum Glück auch von großen Naturkatastrophen freies Jahr, so das Resumee von Wallner und Schwärzler. Die Ernte war zufriedenstellend, bei den Produktpreisen als auch beim Einkommen der heimischen Land- und Forstwirte konnte ein leichtes Plus erzielt werden.

Zu den agrarpolitischen Meilensteinen des letzten Jahres zählt die Landwirtschaftsstrategie 2020 Ökoland Vorarlberg, deren vielfältige Ziele unter dem Motto "regional und fair" stehen. "Bei vielen Menschen in unserem Land ist eine Sehnsucht nach Regionalität – insbesondere nach hochwertigen regionalen Lebensmitteln – spürbar. Zum anderen geht es darum, die bäuerlichen Leistungen in Produktion und Landschaftspflege weiterhin fair abzugelten", sagte Landesrat Schwärzler. Es könne und dürfe nicht der Weg der Zukunft sein, Landwirtschaft, Natur und Tiere zugunsten billiger Weltmarktpreise auszubeuten. 2012 haben Vorarlbergs landwirtschaftliche Betriebe insgesamt gut 72 Millionen Euro an Abgeltungen bzw. Förderungen erhalten.

In Vorarlberg gibt es über 500 Biobetriebe, diese Zahl hat in den Jahren 2006 bis 2012 um fast 15 Prozent zugenommen. Für die weitere Entwicklung sind insbesondere auch die Absatzmöglichkeiten von entscheidender Bedeutung. Ziel der Landwirtschaftsstrategie Ökoland Vorarlberg ist es daher, sowohl die Zahl der Biobetriebe als auch jene der Bio-Konsumentinnen und -Konsumenten bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln, betonte Landesrat Schwärzler.

Auch zur aktuellen Alpflächendiskussion nahm der Agrarlandesrat Stellung. Hier gelte es möglichst rasch eine klare Regelung zu finden. "Ja zur korrekten Alpflächenberechnung, aber wir müssen verhindern, dass die Bauern zum Opfer eines Systems werden", so Schwärzler.

 

 

 

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