Industrieland Kärnten: "Stimmung des Aufbruchs"

 

erstellt am
05. 07. 13
14.00 MEZ

LHStv.in Schaunig, LR Waldner und LR Holub bei Sommerempfang - Kärnten ist ein Industrieland - Politik und Industrie ziehen an einem Strang
Klagenfurt (lpd) - "Die Sozialpartner und die Landespolitik müssen gemeinsam handeln. Es bedarf einer klaren Ausrichtung und einer Setzung von Schwerpunkten, um den Standort Kärnten attraktiv für die Industrie und Forschung zu halten", ist für LHStv.in Gaby Schaunig klar. Die Finanzreferentin sowie die Landesräte Wolfgang Waldner und Rolf Holub besuchten am Abend des 04.07. den Sommerempfang der Kärntner Industrie im Werzer's Hotel Ressort in Pörtschach.

Schaunig betonte, dass der Anteil des produzierenden Bereiches am regionalen BIP in Kärnten 30,7 Prozent betrage und damit sogar über dem Österreichdurchschnitt (28,7%) liege. Laut Industriewissenschaftlichem Institut stehe die Industrie inklusive aller von ihr abhängigen Dienstleistungen für rund 60 Prozent der Wertschöpfung im Land und für 45 Prozent der Beschäftigten. Für die Finanzreferentin, die auch für den Bereich der Forschung zuständig ist, ist daher der Auftrag klar: "Wir müssen vermehrt in Forschung und Entwicklung investieren. Dazu gehören auch Maßnahmen in der Ausbildung und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Budget 2013 hat die neue Regierungskoalition hier bereits erste Maßnahmen gesetzt, die 2014 noch ausgebaut werden." Für Schaunig ist dies ein wesentlicher Ansatz, um die Problematiken Armut, Abwanderung und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Im Rahmen eines Pressegespräches anlässlich des Sommerempfanges betonten auch Waldner und Holub, dass das Zusammenspiel der Sozialpartner mit der Kärntner Landesregierung eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches zukünftiges Agieren sei.

Auch der Präsident der Kärntner Industriellenvereinigung, Christoph Kulterer, ist davon überzeugt, dass nunmehr ausschließlich der Blick nach vorne zu richten sei. Für ihn und seine Vizepräsidentin Monika Kircher gilt es, zukünftig drei Handlungsfelder zu bearbeiten: die drei "Is" Investition-Innovation-Internationalität.

Neben den Investitionen in den Arbeitsmarkt sowie in Forschung und Entwicklung sind für Schaunig auch eine wirkungsorientierte Budgetierung und die Einführung der Doppik auf Landesebene ein weiterer Schritt, um Kärnten zukunftsorientiert auszurichten. Zudem möchte sie gemeinsam mit den Sozialpartnern eine Plattform für innovative Klein- und Mittelbetriebe ins Leben rufen, um die Wertschöpfung in Kärnten zu erhöhen. "Es gibt viele Klein- und Mittelbetriebe, die aufgrund ihrer Größe alleine nicht als Zulieferer an einen der Kärntner Leitbetriebe tätig sein können. Im Rahmen einer gemeinsamen Plattform sollen sich diese Betriebe organisieren, um das entsprechende Potential zu gewährleisten", so die Finanzreferentin.

 

 

 

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