Jugendschutz: Burgenland und
 Steiermark im Gleichklang

 

erstellt am
04. 07. 13
14.00 MEZ

Familienreferenten Dunst und Schickhofer bei Arbeitsgespräch in Wörterberg: Ausgehzeiten bei über 16-Jährigen werden vereinheitlicht
Wörterberg/Eisenstadt (blms) - Zu einem Arbeitsgespräch über die künftige Zusammenarbeit bei den Themen Familie und Jugendschutz trafen Familienlandesrätin Verena Dunst und ihr Ressortkollege aus der Steiermark, Landesrat Mag. Michael Schickhofer am 03.07. im südburgenländischen Wörterberg zusammen. Die Ergebnisse wurden am Aussichtsturm in Wörterberg an der Grenze zur Steiermark, mit Blick über steirische Gemeinden bis zur Riegersburg, präsentiert – „ein Symbol für die gute Zusammenarbeit“, wie Dunst und Schickhofer betonten. Die Vereinheitlichung der Ausgehzeiten, bundesweites Langzeitthema, war zentrales Thema. „Die Ausgehzeiten der Jugendlichen ab 16 Jahre in der Steiermark und im Burgenland werden jetzt endgültig angeglichen. Das ist ein gewaltiger Fortschritt. Für die Jugendlichen in der Grenzregion, die bereits mobil sind, eine erhebliche Erleichterung“, freut sich Dunst. Die Steiermark will weiters nach burgenländischem Vorbild eine Jugendschutzplattform errichten. Abstimmung ist künftig auch bei der ländlichen Entwicklung angesagt.

Ausgehen ohne Limit ab 16
Seit langem haben das Burgenland, Wien und Niederösterreich ihr Jugendschutzgesetz harmonisiert - für Jugendliche ab 16 Jahren in diesen Ländern bedeutet das: Ausgehen ohne Zeitlimit. Nunmehr konnte auch mit der Steiermark in diesem Punkt endgültig eine Vereinheitlichung erreicht werden: „Die Steiermark übernimmt diese Bestimmung des Burgenlandes. Sie soll ab dem 1. Oktober 2013 für Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr gelten, für jene Altersgruppe also, die bereits mobil ist“, teilte Schickhofer mit. Bisher durften über 16-Jährige in der Steiermark nur bis 2 Uhr ausbleiben. Weiterhin gelten soll allerdings für 14- bis 16-Jährige in der Steiermark die Ausgehbeschränkung bis 23 Uhr (Burgenland: bis 1 Uhr).

Kindergärten ausbauen
Konsens herrscht auch bei der ländlichen Entwicklung; hier will man künftig gemeinsam Infrastrukturprojekte umsetzen. Dunst und Schickhofer legten ein einhelliges Bekenntnis zur Schaffung von Kindergärtenplätzen ab; daneben sollen aber auch bestehende Kindergärten in Stand gesetzt werden. Dunst nennt dazu ein „Sanierungspaket für Kindergärten“ als Ziel, Schickhofer plant eine „Qualitätsoffensive für bestehende Kindergärten“.

Besser aufklären
Noch intensivere Aufklärungsarbeit bezeichnen Dunst und Schickhofer als wichtige Maßnahme beim Jugendschutz, auch hier ist ein gemeinsames Projekt geplant. Im Vordergrund stünden nicht Strafen, „das Gespräch muss vor Strafe gehen“, betonte Dunst.
Jugendschutzplattform auch in der Steiermark
„Die Steiermark wird eine Jugendschutzplattform nach burgenländischem Vorbild errichten“, kündigte Schickhofer an. Die wichtigsten Ressortpartner zum Jugendschutz – wie die entsprechenden Stellen des Landes, Polizei, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Landesschulrat Steiermark, Kinder- und Jugendanwaltschaft, Fachstellen sowie Landesjugendbeirat – sollen einbezogen werden, womit der einheitliche Vollzug innerhalb der Steiermark garantiert werde. Der Startschuss dazu solle im Herbst fallen.

Herausforderungen gemeinsam meistern
„Wir wollen die Informationen an unsere Jugendlichen bündeln und länderübergreifende Herausforderungen gemeinsam meistern. Daher sollen die Jugendschutzplattformen des Burgendlandes und der Steiermark auch einmal im Jahr gemeinsam tagen“, so Verena Dunst und Michael Schickhofer unisono.

 

 

 

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