LH Pröll eröffnete Kogelnik- und Semotan-
 Ausstellung in Krems

 

erstellt am
15. 07. 13
14.00 MEZ

"Kunst und Kultur als Humus zur kritischen Auseinandersetzung"
Krems (nlk/kunsthalle) - "Kunst und Kultur sind der Humus, die Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung anzuregen. Zudem bringt die Kultur dem Land ein sowohl national als auch international unverwechselbares Profil, unglaublich viel Innovationskraft und nicht zuletzt einen wesentlichen wirtschaftlichen Faktor, der 12.000 bis 15.000 Arbeitsplätze sichert", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei der Eröffnung der beiden Sommerausstellungen "Kiki Kogelnik. Retrospektive" und "Elfie Semotan" am 13. Juli in der Kunsthalle Krems.

Vom Werk Kogelniks zeigte sich der Landeshauptmann dabei insbesondere dank seiner Internationalität, des Weitblicks und der gesellschaftskritischen Aspekte, die zum Nach- und Überdenken zwingen, angetan. An den Arbeiten Semotas fasziniere ihn vor allem der selbstbewusste Blick und das Hintergründige: Jedes Drücken des Auslösers sei der Beginn einer Geschichte, die im Bild erzählt werde, so Pröll.

Das facettenreiche Schaffen Kiki Kogelniks (1935 - 1997) wird in der Kunsthalle in einem breiten Spektrum von den weniger bekannten grafischen Arbeiten, abstrakt-informellen Kompositionen und von der Pop-Art beeinflussten Malereien über skulpturale "Hangings" aus Vinyl bis hin zu den Werkgruppen der 1980er- und 1990er-Jahre dokumentiert.

Die Personale der 1941 in Wels geborenen Fotografin Elfie Semotan wiederum bietet mit über 170 Werken aus rund 30 Serien den bisher repräsentativsten Einblick in ihr künstlerisches Oeuvre, das Landschafts-, Mode- und Aktfotografien ebenso umfasst wie Porträts, Stillleben und konzeptuelle Arbeiten.

Großer Ansturm bei den Ausstellungseröffnungen von Elfie Semotan und Kiki Kogelnik Rund 800 Gäste stürmten die Kunsthalle Krems.
Der Direktor der Kunsthalle Krems, Hans-Peter Wipplinger, wies in diesem Zusammenhang auf seine Intention hin, "durch diese Ausstellungen an einer Aktualisierung und Neuinterpretation kanonisierter kunsthistorischer Wissensbestände zu arbeiten und bewusst blinde Flecken der österreichischen und internationalen Kunstgeschichte in den Blick zu nehmen." Weiters betonte Wipplinger Parallelphänomene der beiden Künstlerinnen, etwa ihr weltoffenes und kosmopolitisches Denken, das sie in ihr Oeuvre integrierten und in ihrem intensiven Eingebundensein in das avancierte Kunstgeschehen in Wien, Paris und New York begründet liegt. Auch ihre künstlerischen Strategien, mit denen sie sich auf emanzipatorische Weise kritisch mit den Rollenbildern der Frau auseinandersetzten, lassen Querverbindungen herstellen. Gekonnt umspielen Kogelnik und Semotan auch die Grenzen zwischen High- and Low-Art und entwickeln gerade darüber Arbeiten, die "nicht nur durch ihren hohen künstlerischen Wert bestechen, sondern auch als Spiegelbild ihrer Zeit betrachtet werden können", so Direktor Hans-Peter Wipplinger.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der die Ausstellungen eröffnete, zeigte sich nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Kunsthalle begeistert vom künstlerischen Potential Semotans und Kogelniks und betonte den hohen Stellenwert kultureller Aktivitäten in Niederösterreich.

Nach den Eröffnungsreden von Hans-Peter Wipplinger und seinen beiden Co-Kuratorinnen Brigitte Borchhardt-Birbaumer und Stephanie Damianitsch lud die Kunsthalle Krems bei prachtvollem Wetter alle Gäste - darunter viele Prominente aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft - zu einem großen Sommerfest vor die Kunsthalle.

Neben Elfie Semotan und ihren Söhnen, Ivo und August Kocherscheidt, sind auch Kiki Kogelniks Witwer George Schwarz und ihr Sohn Mono Schwarz-Kogelnik für die Eröffnung aus New York angereist. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, wie etwa Daniel Spoerri, Liam Gillick, Martha Jungwirth, Erwin Wurm, Peter Kogler, Walter Vopava, Michael Kienzer, Elke Krystufek, Anna Jermolaewa, Peter Sandbichler, Maria Hahnenkamp, Olivia Mihaltianu, Herwig Kempinger, Christian Eisenberger, Peter Skubic, Tobias Pils, Evelyne Egerer, Gregor Schmoll, Gabriele Schöne, Nico Sturm, Klaus Dieter Zimmer, Erwin Redl oder Matthias Griebler diskutierten angeregt über die Ausstellungen.

Die auch in der Ausstellung von Elfie Semotan mehrmals fotografierte Cordula Reyer war ebenso gekommen wie Karola Kraus, Direktorin des mumok, Toni Stooss, Direktor des Museums der Moderne Salzburg, Intendant des Universalmuseums Joanneum Peter Pakesch, der Intendant des donaufestival Tomas Zierhofer-Kin, die Intendantin des Festspielhauses St. Pölten Brigitte Fürle, die Leiterin von ZeitKunstNiederösterreich Alexandra Schantl, der ehemalige Direktor des mumok Edelbert Köb, der ehemalige Direktor der Kunsthalle Wien Gerald Matt oder die Leiterin des Spoerri-Museums Barbara Räderscheidt.

Begeistert von der Ausstellung zeigten sich auch die Geschäftsführerin der Kunstmeile Krems, Cornelia Lamprechter, der Kunstsammler Helmut Zambo, der Zeitungsmacher Oscar Bronner, die Architekten Gregor Eichinger und Manfred Ortner, der Bühnenbildner Christof Cremer, die Galeristen Gisela Capitain aus Köln, Johanna Chromik von der Galerie Johann König Berlin, Gabriele Senn, Georg Kargl, Renate Kainer und Christian Meyer. Neben dem Bürgermeister der Stadt Krems Reinhard Resch und seinem Vizebürgermeister Wolfgang Derler waren auch der Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung Hubert Schultes sowie der Geschäftsführer der Niederösterreichischen Kulturwirtschaft Paul Gessl unter den zahlreichen Gästen.


Ausstellungsdauer: jeweils bis 6. Oktober

 

 

 

Informationen: http://www.kunsthalle.at

 

 

 

 

 

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