In Wien auf Waldviertler Boden spazieren

 

erstellt am
18. 07. 13
14.00 MEZ

Wien (rk) - Wer hätte das gedacht. Egal ob man entlang der Ottakringer Straße über die neuen gepflasterten Gehsteige flaniert oder sich in der Wiener Innenstadt in einen Schanigarten in der Fußgängerzone Graben/Kärntnerstraße begibt: Einheimische wie Touristen betreten dabei Waldviertler Boden. Denn sowohl der Bodenbelag in der City, als auch die Pflasterflächen entlang der Ottakringer Straße bestehen aus Material aus einem Waldviertler Granitwerk.

Zu Kaisers Zeiten
Auf der Suche nach der genauen Herkunft der Steinplatten gelangt man nach Schrems im niederösterreichischen Waldviertel. Eine Steinquelle, die schon zu Zeiten der Habsburger-Monarchie bekannt war: Bereits damals wurden Natursteine aus der Granitstadt Schrems für Pflasterflächen oder Gebäude in Wien verarbeitet. Der heutige Blick in den Steinbruch offenbart rege Betriebsamkeit: Ganze Felsformationen werden unter schwarzen Rauchschwaden weggesprengt. Spezielle Bagger transportieren Granitblöcke, oft 50 Tonnen schwer, durch einen Steinbruch so groß wie ein Viertel der Josefstadt. Modernste Maschinen spalten, sägen, flämmen, sandstrahlen, runden, fräsen oder schleifen den bemerkenswert dichten und harten Stein in die erforderliche Form. Ein Aufwand, der sich auszahlt. Dessen Ergebnis zeigt sich in der Fußgängerzone City und der Ottakringer Straße.

Attraktive Bodengestaltung aus Granit
Bei der 2009 fertiggestellten Sanierung der Fußgängerzone im 1. Bezirk kamen auf rund 20.000 Quadratmetern großformatige Granitplatten in verschiedenen Grautönen zum Einsatz, die reizvolle Muster bilden und gleichzeitig für hohen Gehkomfort sorgen. Bei der derzeit noch laufenden Attraktivierung der Ottakringer Straße bekamen aus Gestaltungsgründen ebenfalls Granitpflastersteine gegenüber Asphalt den Vorzug. In beiden Fällen wurde darauf geachtet, dass der Straßenaufbau entsprechend dem neuesten Stand der Technik ausgeführt wird, um künftigen Belastungen problemlos standhalten zu können. Ein entscheidendes Argument für Granit, der im Materialvergleich am längsten einer Dauerbeanspruchung standhält.

 

 

 

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