Schlechtwetter brachte wie erwartet
 Einbruch der Nächtigungszahlen im Juni

 

erstellt am
29. 07. 13
14.00 MEZ

Utl.: WKÖ-Schenner: "Den Juni 2013 müssen wir abhaken" - dennoch Zuversicht für gesamte Sommersaison
Wien (pwk) - Wie erwartet, hat der Juni 2013 in der aktuellen Nächtigungsstatistik der Statistik Austria einem spürbaren Rückgang verzeichnen müssen. Das Hochwasser in Mitteleuropa und das anhaltend schlechte Wetter waren dafür verantwortlich. "Diesen Juni müssen wir abhaken", kommentiert der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner, das Ergebnis. Nach den heute kommunizierten vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria für den Juni 2013 wurden 8,74 Mio. Übernachtungen registriert, was einem Rückgang von 6,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Sowohl ausländische (-7,6%) als auch inländische Gäste (-3,4%) nächtigten somit weniger häufig in Österreichs Beherbergungsbetrieben.

Irreführende Statistik Dass die Anzahl der Gäste laut Statistik Austria ein neues Rekordniveau erreicht hat, ist für Schenner kein Trost - und darüber hinaus irreführend. Erstens sind mehr Ankünfte nicht gleichbedeutend mit einem Nettozuwachs an Gästen, und zweitens ist in der Bilanz immer noch der Umsatz entscheidend, stellt Schenner klar. "Mehr Gäste, die in Summe weniger Nächtigungen erzielen, sind ja kein Gewinn für den Tourismus. Das mag ein statistischer Zuwachs sein, aber den Betrieben und ihren Mitarbeitern hilft das nicht. Wenn ich im Lotto drei Dreier gewinne, bringt das weniger Gewinn als ein Fünfer", so der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft.

Das Nächtigungsplus von 0,1 Prozent im ersten Halbjahr 2013 als tollen Rekord zu werten, ist laut Schenner "ein Fehlschluss und zudem eine Übertreibung". Im Detail zeigt sich, dass nur vier von neun Bundesländern einen Zuwachs hatten - und vor allem Wien die Bilanz verschönt. Fünf Bundesländer verzeichneten Rückgänge im Zeitraum Jänner bis Juni 2013. "Wir brauchen langfristig ein Wachstum von 2 bis 3 Prozent und nicht von 0,1 Prozent. Wenn die Kosten und die Gehälter der Mitarbeiter um 2 bis 3 Prozent steigen, dann ist ein Jubel über ein Wachstum von 0,1 Prozent völlig deplatziert", unterstreicht der Tourismussprecher.

Dennoch ist der Sommer aber noch nicht gelaufen. Bundesminister Reinhold Mitterlehner hat rasch reagiert und die Österreich Werbung (ÖW) mit einem zusätzlichen Aktionsbudget von 500.000 Euro für den Sommer ausgestattet. "Die Kampagne der Österreich Werbung 'Jetzt.Österreich' läuft sehr gut und macht gute Stimmung. Und Stimmung ist das Wichtigste im Tourismus", betont Schenner. Für die bisherige Sommervorsaison 2013 (Mai und Juni) wurden 15,90 Mio. Nächtigungen gemeldet, was einem Rückgang von 1,0% gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres entspricht. Für den restlichen Sommer bleibt Hans Schenner aber zuversichtlich, dass sich das Ergebnis wieder ins Plus dreht.

 

 

 

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