Architektur aus Vorarlberg als Thema
 einer Wanderausstellung

 

erstellt am
10. 09. 13
14.00 MEZ

LR Sonderegger: "Internationale Wanderausstellung setzt wertvolle Akzente"
Bregenz (vlk) - Architektur aus Vorarlberg wird zum Gegenstand einer Wanderausstellung, die ab Ende 2014 in den weltweit insgesamt 30 Österreichischen Kulturforen gezeigt werden soll. Kulturlandesrat Harald Sonderegger, Kulturamtsleiter Winfried Nußbaummüller und Kurator Wolfgang Fiel gaben Details dazu am 09.09. im Landhaus bekannt.

Kulturlandesrat Harald Sonderegger freut sich über diese Chance, moderne und nachhaltige Architektur aus Vorarlberg weltweit ins Blickfeld eines interessierten Fachpublikums zu rücken. Die Entwicklung vom Agrarland zur erfolgreichen Wirtschaftsregion habe gerade in der Architektur einen starken Niederschlag gefunden. "Bauen wurde und wird bei uns als innovative Sache verstanden, bei der ästhetische Überlegungen und langfristige Aspekte ebenso eine Rolle spielen wie die Rücksichtnahme auf die Um- und Nachwelt. Neben dem liberalen Vorarlberger Baurecht ist es vielen innovativen Architekten und experimentierfreudigen Bauherren zu verdanken, dass Vorarlberg heute als attraktives Architekturland internationale Beachtung und Anerkennung findet - nicht zuletzt im Holzbau, aber auch mit öffentlichen Gebäuden wie dem Kunsthaus Bregenz, dem neuen vorarlberg museum oder dem Werkraum Bregenzerwald." In einem für Vorarlberg besonders attraktiven Segment setze diese Wanderausstellung für die Vorarlberger Architektur wertvolle Akzente, zeigte sich Sonderegger überzeugt.

Die Anregung zur Wanderausstellung kam vom Außenministerium, das auch die Transportkosten zu den einzelnen Stationen übernehment wird. Die Kulturabteilung des Landes Vorarlberg hat den aus Alberschwende stammenden und in Wien lebenden Architekten, Künstler und Kurator Wolfgang Fiel beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, das an das erfolgreiche Format "Konstruktive Provokation" anschließend eine aktuelle Bestandsaufnahme architektonischen Schaffens in Vorarlberg liefert.

Rückblick, Standortbestimmung, Blick nach vorne
Unter dem Titel "Getting Things Done: Evolution of the Built Environment in Vorarlberg" ist eine Wanderausstellung geplant, der sowohl einen Rückblick auf die Entstehungsbedingungen als auch einen Ausblick auf mögliche Szenarien der zukünftigen baulichen Entwicklung in Vorarlberg ermöglicht, beschreibt Fiel sein Konzept. Die Ausstellung zeigt Architektur nicht anhand einer Auswahl beispielhafter Einzelobjekte, sondern im Kontext seiner natur-, stadträumlichen, soziopolitischen, ökonomischen und kulturellen Entstehungsbedingungen, die allesamt in die Beurteilung der baukulturellen Qualität einfließen. Gezeigt werden Fotos, Zeichnungen, Modelle und Filme. Die Ausstellung wird vier bis fünf Jahre auf Wanderschaft sein und muss aus logistischen Gründen sehr kompakt aufgebaut sein. Sämtliche Ausstellungs- und Publikationsinhalte werden durchgehend zweisprachig in Deutsch und Englisch wiedergegeben und im Bedarfsfall durch Übersetzungen in weitere Sprachen ergänzt.

Start im Frühjahr 2014

Erste Ergebnisse der Ausstellungsvorbereitungen werden im Frühjahr 2014 im Rahmen einer Präsentation im Vorarlberger Architekturinstitut in Dornbirn gezeigt. Aus diesem Anlass soll die erste Ausgabe der begleitenden Zeitschriftenreihe zum Thema "An Exhibition in the Making" erscheinen. Die Fertigstellung der Ausstellung ist für September 2014 geplant und wird vor ihrem Weg durch die Österreichischen Kulturforen in Vorarlberg im Werkraum Bregenzerwald erstmalig gezeigt. Die ersten Stationen im Ausland werden Peking und Hongkong sein. Weitere Stationen sind London, Madrid, Istanbul, Rom, Sofia, Zagreb, Washington und New Dehli.

Projektbeteiligte
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten ist gemeinsam mit der Kulturabteilung im Amt der Vorarlberger Landesregierung unter der Leitung von Winfried Nußbaummüller für die Projektorganisation und Finanzierung verantwortlich. Als operative Partner an der Umsetzung beteiligt sind neben Projektkoordinator Werner Grabher und Kurator Wolfgang Fiel das Vorarlberger Architektur Institut (vai), der Werkraum Bregenzerwald, Architekturarchiv Vorarlberg (aav), vorarlberg museum und Vorarlberg Tourismus.

Ein Drittel des Ausstellungsgesamtbudgets in der Höhe von 210.000 Euro werden vom Ministerium und zwei Drittel vom Land Vorarlberg getragen.

 

 

 

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