Schnelle Jahre

 

erstellt am
23. 09. 13
15.00 MEZ

Ausstellungsdesign Wien Museum 2003-2013 – Eine Ausstellung im Rahmen der Vienna Design Week – 5. Oktober 2013 bis 6. Jänner 2014
Wien (wien museum) - Vor zehn Jahren wurde das „Historische Museum der Stadt Wien“ in „Wien Museum“ umbenannt, begleitet von einem neuen, klaren Branding. Damit wurde eine Neupositionierung des Hauses in der Wiener und der internationalen Museumslandschaft eingeleitet. Das Ziel lautete: stärkere Präsenz in der Stadt und ein markantes, zeitgemäßes Profil – inhaltlich und gestalterisch. Dazu gehören unverkennbare Plakate im Straßenbild ebenso wie immer wieder überraschende Ausstellungen. Das gilt für die Themen, die inhaltliche Konzeption und in besonderem Maße für das Design. Dieses trug wesentlich dazu bei, dass „10 Jahre Wien Museum“ zur Erfolgsgeschichte wurde.

Die Neuausrichtung war kein Bruch mit der Vergangenheit, auch nicht in Gestaltungsfragen. Schon der Architekt dieses Gebäudes, Oswald Haerdtl, war ein bedeutender Designer. Seine 1959 entworfenen Vitrinen sind bis heute im Einsatz. Viele Jahre prägte der Grafiker Tino Erben das Erscheinungsbild des Museums. Legendäre Ausstellungen wie „Traum und Wirklichkeit“ wurden von ArchitektInnen wie Hans Hollein, Gae Aulenti oder Elsa Prochazka inszeniert. Die Zusammenarbeit mit hochkarätigen GestalterInnen hat also eine lange Tradition.

In den vergangenen zehn Jahren wurden im Wien Museum rund hundert Ausstellungen gezeigt. Doch nicht nur auf diese rasche Abfolge bezieht sich der Titel dieser Ausstellung, sondern auch auf die rasante Entwicklung im Ausstellungsdesign. Denn das Museum wurde zu einer Plattform für eine neue Gestalterszene in Wien und zu einem wichtigen Auftraggeber der Kreativwirtschaft. Typisch für die Ausstellungsgestaltung heute ist, dass die Gestalterinnen und Gestalter aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen – ob Architektur, Grafik, Produktdesign oder Szenografie.

Die Ausstellung zeigt Fotos aller Ausstellungen seit 2003. Darüber hinaus werden thematisch einige Aspekte herausgegriffen, die bei der Ausstellungsgestaltung immer wieder eine Rolle spielen. Das Wien Museum arbeitet mit etablierten Büros ebenso wie mit Newcomern. Eine einheitliche gestalterische Linie wird man daher nicht finden. Aber vielleicht doch etwas, das man als „typisch Wien Museum“ bezeichnen könnte. Nicht um das Spektakuläre um jeden Preis geht es, sondern um optimale Kommunikation zwischen Inhalt, Exponaten und Publikum.

 

 

 

Informationen: http://www.wienmuseum.at

 

 

 

 

 

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