Lessing-Ausstellung in Budapest

 

erstellt am
07. 10. 13
15.00 MEZ

Politisch prominente Eröffnung der Fotoausstellung von Erich Lessing zum ungarischen Volksaufstand 1956
Budapest/Wien (bmeia) - Zeitlich abgestimmt auf den Jahrestag der Revolution 1956 - und den jetzigen Nationalfeiertag Ungarns am 23. Oktober - zeigt das Österreichische Kulturforum Budapest eine Auswahl von 44 Fotos des österreichischen Fotografen Erich Lessing über Ungarn, die vor, während und nach der Revolution 1956 entstanden sind. Eröffnet wurde die Ausstellung am 2. Oktober 2013 vom stellvertretenden ungarischen Staatssekretär Gergely Pröhle, der in seiner Rede die Revolution 1956 als eines der wichtigsten Ereignisse der ungarischen Geschichte bezeichnete. Diese würden durch die Bilder von Erich Lessing, einem der bedeutendsten lebenden Fotografen unserer Zeit, in eine fassbare, menschliche Nähe gebracht. Der Staatssekretär strich in seiner Rede weiters heraus, dass ein Großteil der EmigrantInnen von 1956 in Österreich ein neues Zuhause gefunden hätte und Österreich und die österreichischen StaatsbürgerInnen dafür Dank verdienten. Die Ausstellung ist noch bis 15. November 2013 zu sehen. Im Rahmenprogramm wird am 15. Oktober 2013 im Kino Örökmozgo das Filmporträt über Erich Lessing „Ich bin ein Geschichtenerzähler” von Ruth Deutschmann präsentiert.

Erich Lessing wurde 1923 in eine jüdische Familie in Wien geboren. Im letzten Moment gelang es ihm im Jahr 1939 nach Palästina auszuwandern, wo er zunächst in einem Kibbuz arbeitete. Bald schon machte er sein Jugendhobby zum Beruf und begann als Fotograf zu arbeiten. 1947 kehrte er nach Österreich zurück, wo er Fotoreporter für Associated Press war und auch für eine Reihe von Zeitschriften und Magazinen arbeitet. 1951 wurde er Mitglied bei Magnum Photos. Ein Foto, das er anlässlich der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages mit Leopold Figl und den alliierten Außenministern auf dem Balkon des Belvedere aufgenommen hatte, ging um die ganze Welt. Lessing, Ehrenmitglied im Wiener Künstlerhaus, publizierte über 40 Kunstbücher, erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2013), den American Art Directors Award für die Bücher über den ungarischen Volksaufstand oder den Staatspreis für künstlerische Fotografie der Republik Österreich (1997) und eröffnete 2012 (im Alter von 89 Jahren) seine eigene Fotogalerie in Wien. Im Sommer 2013 schenkte er sein über 60.000 Fotos umfassendes privates Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek.

 

 

 

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