Sima: Wien im Zentrum der
 internationalen Abfallwirtschaft

 

erstellt am
04. 10. 13
15.00 MEZ

7.-11. Oktober.: ISWA World Congress mit über 1.200 ExpertInnen
Wien (rk) - Mit dem ISWA World Congress 2013 rückt Wien vom 7. bis 11. Oktober 2013 einmal mehr in das Zentrum der internationalen Abfallwirtschaft. Die MA 48 - und die in Wien ansässige International Solid Waste Association - organisieren heuer gemeinsam den "Abfall-Weltkongress" in der Bundeshauptstadt. Für den Kongress werden weit über 1.200 ExpertInnen, EntscheidungsträgerInnen und interessierte BesucherInnen aus aller Welt erwartet. "Wir wollen die Fachleute aus dem Bereich der Abfallwirtschaft in Wien zusammenzubringen und natürlich auch Wien als Vorzeigestadt in diesem Bereich präsentieren - denn Wiens Abfallwirtschaft steht auch im internationalen Vergleich sehr gut da und ist bereits jetzt Drehscheibe zum Know-How-Transfer für zahlreiche internationale Delegationen aus aller Welt", freut sich Umweltstadträtin Ulli Sima auf eine spannende Veranstaltung in Wien. Erwartet werden auch prominente Gäste abseits der Abfallwirtschaft, die ebenso spannende Beiträge zum Thema liefern: Extrembergsteiger und Mentaltrainer Thomas Bubendorfer und der Philosoph Richard David Precht befassen sich aus ihrer Perspektive mit globaler Verantwortung.

Hochrangige Vorträge, Ausstellung und Besichtigung von Anlagen
Beim ISWA World Congress bieten zahlreiche Fachvorträge, eine Ausstellung und Rundfahrten zu modernen Österreichischen und vor allem auch Wiener Abfallwirtschaftsbetrieben die Möglichkeit, sich über die neusten Entwicklungen im Bereich der internationalen Abfallwirtschaft zu informieren und auszutauschen. "Bei der Abfallwirtschaft muss zwar global gedacht werden, aber lokal gehandelt werden so Josef Thon, Chef der MA 48. Die lokalen Maßnahmen jeder Gemeinde, Stadt oder jedes Landes tragen dazu bei, dass global Fortschritte hinsichtlich Ressourcenschonung und Klimaschutz geleistet werden. Ziel der Vernetzung ist es, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und positive Maßnahmen einer breiten Öffentlichkeit zur globalen Umsetzung vorzustellen.

Zentrales Motto: Aus erfolgreichen Beispielen lernen und Eigenverantwortung übernehmen
Die Hauptsprecher am Eröffnungstag widmen sich daher dem Leitmotiv des Kongresses: Fehler anderer nicht zu wiederholen, stattdessen erfolgreiche Beispiele auf den eigenen Wirkungsbereich anwenden. Prof. Brunner, ein Experte der österreichischen Abfallwirtschaft, spricht über die 10 größten Fehler der Abfallwirtschaft weltweit, Extrembergsteiger und Mentaltrainer Thomas Bubendorfer referiert über die Fehler als Chance und der Philosoph Richard David Precht betrachtet die Hintergründe, warum es für Menschen so schwierig ist, globale Verantwortung zu übernehmen.

Kombination aus Wissenschaft und Praxis
Das besondere an diesem ISWA Kongress ist die gelungene Kombination von Wissenschaft und Praxis. Für den wissenschaftlich orientierten Kongressteil wurden bis Ende Februar 550 Beiträge für Fachvorträge sowie 150 Arbeiten für die Postersessions eingereicht. Eine internationale Fachjury -unter dem Vorsitz von Universitätsprofessor Thomas Rechberger von der TU-Wien - wählte daraus die besten 250 Vorträge für den dreitägigen Kongress aus. Zusätzlich wurden die besten Posterbeiträge für eine Ausstellung während des Kongresses bestimmt. Die Kongresssprache für diesen wissenschaftlichen Bereich ist grundsätzlich Englisch bzw. Spanisch/Portugiesisch mit englischer Simultanübersetzung in der "Ibero-American Special Session"

Wiener Abfallwirtschaftskongress mit aktuellen Herausforderungen
Parallel dazu werden in der von der MA 48 zusammengestellten "Wiener Abfallwirtschaftskongress" konkrete Herausforderungen aufgezeigt und hierfür Wiener und internationale Lösungen präsentiert. Die Themen reichen hier von Öffentlichkeitsarbeit, Abfallvermeidung, Umsetzung von Großprojekten, getrennte Sammlung, energetische und stofflicher Verwertung bis hin zu einem aktuellen Thema: Wie geht die Abfallwirtschaft mit Extremereignissen wie Hochwasser, Hurrikans oder Erdbeben um, wo in kürzester Zeit extreme Abfallmengen anfallen und entsorgt werden müssen. Ein für die Stadt Wien sehr wichtiger Themenkomplex ist das Thema von Lebensmittelabfällen im Restmüll - unter dem Motto "Verputzen statt verschwenden" setzt die Stadt Wien derzeit einen Infoschwerpunkt zu diesem Thema.

Besichtigungstouren zu Best Practice Anlagen
Im Anschluss an die drei Kongresstage werden am Ende der Woche den internationalen TeilnehmerInnen auch ein- und zweitägige Besichtigungstouren zu Best-Practice Anlagen der MA 48 sowie privaten Betrieben im Burgenland und der Steiermark angeboten (Behandlung von Bioabfällen - gelebte Biokreislaufwirtschaft, Bottle to Bottle-Recycling - das 2. Leben der PET- Getränkeflasche, Waste to Energy - das Beste aus Restmüll, Das macht Sinn - Verwertung und Behandlung). Das Interesse an diesen Touren ist sensationell - sie sind bereits ausgebucht.

 

 

 

Informationen: http://www.iswa2013.org

 

 

 

 

 

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