10. Oktober: Eine Feier für alle Kärntnerinnen
 und Kärntner

 

erstellt am
04. 10. 13
15.00 MEZ

LH Kaiser informierte über Programmablauf – Motto: „Zukunft gestalten, Vergangenheit verstehen“
Klagenfurt (lpd) - Die Zukunft des Landes, basierend auf dem Verstehen der Vergangenheit, soll bei den offiziellen Gedenkfeiern des Landes Kärnten am 10. Oktober, dem Tag der Kärntner Volksabstimmung, im Mittelpunkt stehen. Darüber informierte Landeshauptmann Peter Kaiser am 04.10. in einer Pressekonferenz. Die Feiern finden wie gewohnt beim Ehrenmal am Soldatenfriedhof Annabichl und im Landhaushof bei der Stätte der Kärntner Einheit statt. „Es soll eine Feier für alle Kärntnerinnen und Kärntner sein und für alle, die sich mit Kärnten verbunden fühlen“, betonte Kaiser. Es werde eine neue Form geben, „in der wir uns selbst wiederfinden sollen“. Dem Landeshauptmann sei es jedoch wichtig gewesen, bei der heurigen Programmgestaltung „nichts zu zerstören oder großartig zu verändern“. Es wird Darbietungen der Volksschulkinder aus Klagenfurt-St. Ruprecht und Gedanken zum 10. Oktober von Jugendlichen geben, die Singgemeinschaft Oisternig wird ein Lied auf Slowenisch intonieren.

„Ziel ist es, dass die Gedenkfeier das Motto ‚Zukunft gestalten, Vergangenheit verstehen‘ widerspiegelt“, erklärte Kaiser. Man wolle sich damit auseinandersetzen, wohin sich das Land entwickeln solle, was dazu notwendig sei und in welcher Form, mit welchem Stil man dies umsetzen wolle. „Wir wollen auch das Gemeinsame ohne Heroisierung in den Mittelpunkt stellen“, so der Landeshauptmann weiters. Man wolle vermitteln, was Abwehrkampf und Volksabstimmung in ihrer geschichtlichen Dimension bedeuten. Der Schluss daraus solle sein, dass Konflikte friedlich und politisch gelöst werden sollten. Dies würde nämlich viel mehr positive Kräfte freisetzen, um die Zukunft zu gestalten.

Mit den offiziellen Landesfeierlichkeiten wird laut Kaiser am 10. Oktober um 9.30 Uhr am Soldatenfriedhof Annabichl begonnen. Dort wird es wieder eine Ehrenformation des Bundesheeres, eine Ansprache des Landeshauptmannes, die Kranzniederlegung sowie das Abspielen des Liedes vom guten Kameraden und des Kärntner Heimatliedes geben. Eingebunden wird auch ein Ensemble der Singgemeinschaft Oisternig sein.

Im Landhaushof soll die Feier um 11.00 Uhr beginnen. Hier werden auch wieder die Militärmusik Kärnten und Fahnenschwinger beteiligt sein. Die Veranstaltung wird laut Kaiser von ORF-Sprecher Josef Nadrag moderiert, der dafür die perfekte Stimme sei. Geplant seien eine Begrüßung durch Landtagspräsident Reinhart Rohr als Hausherr, Grußworte von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider und die Festansprache des Landeshauptmannes. In von Nadrag geführten Kurzinterviews sollen auch Slowenenvertreter Marjan Sturm und Heimatdienst-Vorsitzender Josef Feldner zu Wort kommen. Die Singgemeinschaft Oisternig soll mehrere Lieder singen, eines davon auf Slowenisch. Auch im Landhaushof wird es wieder die Kranzniederlegung und das Abspielen des Heimatliedes geben.

Die Zukunftsorientierung und Internationalität Kärntens sollen 70 Kinder der Friedensvolksschule Klagenfurt-St. Ruprecht unterstreichen. Sie werden das Lied „Frieden ist nicht nur ein Wort“ singen und das Thema „Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen“ inszenieren. Ihre Gedanken zum 10. Oktober werden Landesschulsprecher Andreas Kavalirek und Lisa Sandrieser vom slowenischen Gymnasium formulieren, Sandrieser auf Deutsch und Slowenisch. Wünsche für Kärntens Zukunft werden die Anwesenden auf Kärtchen schreiben können, die dann am Ende der Veranstaltung an Luftballonen befestigt in den Himmel steigen sollen. Dazu wird die Militärmusik Kärnten „We are the world“ spielen. „Ich werde auf meine Karte schreiben, dass Kärnten Vorbild für das Zusammenleben der Volksgruppen in Europa sein soll“, verriet der Landeshauptmann.

Kaiser sagte, dass er alle Regierungsmitglieder, zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und viele Menschen persönlich zu den Feierlichkeiten eingeladen habe. Er ging auch auf „Zwischentöne im Vorfeld“ ein und erteilte einer parteipolitischen Vereinnahmung der Landesfeiern zum 10. Oktober eine klare Absage. Jugendliche will er nicht durch sanften Druck, sondern durch die Zukunftsorientierung der Feier zur Teilnahme motivieren. Er erwähnte außerdem, dass die Programmgestaltung im Dialogforum thematisiert wurde und es dazu eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung der Heimatverbände gegeben habe.

Bei der Pressekonferenz waren auch Kärntens Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler und Oberst Arno Kronhofer, Chef der Öffentlichkeitsarbeit beim Militärkommando Kärnten, anwesend. Kaiser dankte dem Bundesheer für die würdige Mitgestaltung der Landesfeiern. Dies würde auch Kärntens enge Verbundenheit zu Österreich dokumentieren.

 

 

 

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