Österreich bei Batteriesammlung europaweit führend

 

erstellt am
03. 10. 13
15.00 MEZ

Gemeinsamer Kampf gegen illegale Elektroaltgeräte-Exporte wird weiter intensiviert
Wien (elektro-ade) - Mehr als 540.600 Tonnen Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten haben die Österreicherinnen und Österreicher sein Inkrafttreten der EAG-Verordnung im Jahr 2005 bereits gesammelt. Dies entspricht in etwa dem Gewicht von 360.000 Mittelklasse Pkw. Österreich zählt damit zu den Spitzenreitern in Europa. Durch die Sammlung und die darauffolgende sachgemäße Verwertung der Altgeräte konnten wichtige Sekundärrohstoffe gewonnen und Schäden für die Umwelt verhindert werden.

"Zu Anfang des Jahrtausends war die illegale Ablagerung von Elektroaltgeräten auch in Österreich noch ein großes Umweltproblem", erinnert sich Mag. Elisabeth Giehser, die Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle. "Kontinuierliche Aufklärung und Information der Bevölkerung haben dazu geführt, dass es im Jahr 2013 für die österreichischen KonsumentInnen selbstverständlich ist, ihre alten Geräte bei den mehr als 2.100 kommunalen Sammelstellen in Österreich abzugeben."

"Sammelstaatsmeister" waren im Jahr 2012 die Oberösterreicher mit einer pro Kopf-Sammelmasse von 11,45 kg, gefolgt vom Burgenland mit 10,95 kg und Vorarlberg mit 10,14 kg. "Das West-Ost-Gefälle, das in den ersten Jahren der Verordnung noch deutlich zu erkennen war, gehört Dank der umfassenden gemeinsamen Informationstätigkeit aller Beteiligten mittlerweile der Vergangenheit an. "Nachzügler" sind derzeit lediglich städtische Ballungsräume, wo die Sammelmassen etwa 6 kg pro Kopf betragen.

Ein ähnlich erfreuliches Bild wie bei den Elektroaltgeräten zeigt sich auch bei den Batterien. Seit Inkrafttreten der Batterieverordnung im Jahr 2008 wurden mehr als 60.200 Tonnen Geräte-, Fahrzeug- und Industriebatterien gesammelt. Im Jahr 2012 liegt Österreich mit seiner Sammelmasse von 1909 Tonnen Gerätebatterien europaweit an erster Stelle!

"Dennoch dürfen und werden wir uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen", so Mag. Giehser. "Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt ist derzeit die Verhinderung illegaler Exporte von Elektroaltgeräten durch nicht genehmigte Sammelbrigaden in den Osten. Dadurch entsteht der österreichischen Volkswirtschaft ein jährlicher Schaden in zweistelliger Millionenhöhe. Gerade bei dieser Problematik zeigt sich auch, wie wichtig der österreichische Weg einer ständigen Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Wirtschaft ist. Wir sind überzeugt, dass wir durch gezielte Aufklärung und natürlich auch Kontrollen dieses Problem in den nächsten Jahren lösen können. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Sekundär-Rohstoffe aus den Elektroaltgeräten in Österreich verbleiben und der österreichischen Wirtschaft zu Gute kommen!"

 

 

 

Informationen: http://www.elektro-ade.at

 

 

 

 

 

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