"KLIF III" bringt 15 weitere Projekte
 für die Klinische Forschung in Österreich

 

erstellt am
03. 10. 13
15.00 MEZ

Wien (bmwf) - Mit 2,7 Millionen Euro werden 15 hochkarätige Projekte der Klinischen Forschung an den drei Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg in den kommenden drei Jahren gefördert. Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle gab am 03.10. im Rahmen eines Besuchs bei einem an der Medizinischen Universität Wien bereits laufenden KLIF-Projekt gemeinsam mit FWF-Vizepräsidentin Christine Mannhalter die Ergebnisse der dritten Ausschreibung zur Klinischen Forschung (KLIF) bekannt. Insgesamt werden in den kommenden drei Jahren 2,7 Millionen Euro für wissenschaftliche Forschung im Dienste der Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen.

Aus den 118 eingereichten Projektanträgen mit einem Antragsvolumen von 27,4 Millionen Euro hatte der international zusammengesetzte, wissenschaftliche Beirat auf Basis internationaler Gutachten 15 Projekte identifiziert, die er dem FWF-Kuratorium zur Bewilligung empfahl. Das FWF-Kuratorium entschied in seiner dieswöchigen Sitzung, den Empfehlungen der internationalen KLIF-Jury vollinhaltlich zu folgen.

"KLIF ist ein erfolgreicher Stimulus: Was als Pilotprojekt begonnen hat, wird nun vom Wissenschaftsfonds FWF in sein reguläres Förderportfolio aufgenommen", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. Mit rund 8,9 Millionen Euro wurden in den drei KLIF-Ausschreibungsrunden 47 Projekte finanziert. "Das bedeutet eine wesentliche Stärkung der medizinischen Forschung zugunsten der Patientinnen und Patienten. Klinische Forschung ist im besten Sinn des Wortes Forschung für die Menschen und deren Gesundheit."

Die 15 bewilligten Projekte umfassen klinische Fragestellungen in den Gebieten der Augenheilkunde, Bariatrie, Dermatologie, Kardiologie (Herzchirurgie), Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebsforschung, Psychiatrie und Neurologie, Radiologie, Rheumatologie, Spezifische Prophylaxe sowie Transplantationsmedizin.

Sieben Projekte werden an der Medizinischen Universität Wien, fünf an der Medizinischen Universität Innsbruck, zwei an der Medizinischen Universität Graz sowie eines an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg durchgeführt werden.

Von den 118 Anträgen wurden 45 von Frauen und 73 von Männern eingereicht; bei den Bewilligungen ergibt sich folgendes Bild: Fünf Projekte werden von Frauen, zehn von Männern geleitet werden. KLIF als Programm des Wissenschaftsfonds hat zum Ziel, nicht auf Gewinn gerichtete, patientenorientierte klinische Forschung zu finanzieren, die von akademischen Forscherinnen und Forschern initiiert wird und an deren Ergebnissen keine unmittelbaren Interessen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bestehen. Die Forschung muss Patientinnen und Patienten oder gesunde Probandinnen und Probanden involvieren und auf den Gewinn wissenschaftlicher Erkenntnisse und Einsichten zur Verbesserungen der klinischen Praxis oder der Optimierung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren abzielen.

In den letzten drei Runden von KLIF, die als Ausschreibungen durchgeführt wurden, konnten insgesamt 47 Forschungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 8,9 Millionen Euro bewilligt werden. "Nach einer sehr erfolgreichen, höchst kompetitiven Durchführung von drei Ausschreibungs-runden in den letzten drei Jahren wird KLIF - die Förderung der klinischen Forschung - vom FWF als Forschungsprogramm mit permanenter AntragsmögIichkeit aufgenommen.

Wir sehen in der Option der laufenden Einreichung große Vorteile, die sich positiv auf die Entwicklung klinischer Forschung in Österreich auswirken wird. Wir im Wissenschaftsfonds sind überzeugt, dass die letzten Jahre von den Medizinischen Universitäten und den dort arbeitenden klinischen Forscherinnen und Forschern ausgezeichnet genutzt wurden, um international kompetitive Projekte im Bereich der klinischen Forschung zu formulieren, die höchste Qualitätsstandards erfüllen. Die Fortführung der Förderung der klinischen Forschung zeigt, dass der FWF auch auf diesem Gebiet ein wichtiger Partner ist", resümierte Christine Mannhalter.

 

 

 

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