LH Wallner: Hilfsbedürftige werden
 nicht im Stich gelassen

 

erstellt am
18. 10. 13
15.00 MEZ

Neu errichtetes Wohnheim "Haus Moser" in Frastanz im Beisein des Landeshauptmanns feierlich eröffnet
Frastanz/Bregenz (vlk) - "Am Beispiel des neu errichteten Wohnheimes wird sichtbar, wieviel Dynamik freiwilliges Engagement entfalten kann", betonte Landeshauptmann Markus Wallner am 18.10. bei der feierlichen Eröffnung des "Haus Moser" in Frastanz. Im Gebäude, das von VOGEWOSI und aqua mühle frastanz als Gemeinschaftsprojekt realisiert wurde, finden mehr als ein Dutzend unter seelischen Erkrankungen leidende Menschen eine neue Heimstätte. Fachkräfte der aqua mühle bieten professionelle Betreuung und geben Unterstützung auf dem Weg in Richtung selbständiges Wohnen.

Wie eine Gesellschaft mit erkrankten Menschen, mit Pflegebedürftigen, mit Menschen mit Behinderung und mit der älteren Generation umgeht, sage viel über ihren inneren Wert und den Zusammenhalt der Gemeinschaft aus, betonte der Landeshauptmann bei der Eröffnung des Hauses. "Vorarlberg ist ein Land der gelebten Solidarität, das sich unter anderem auch dadurch auszeichnet, dass Hilfsbedürftige nicht alleine oder im Stich gelassen werden", so Wallner. In diesem Zusammenhang würdigte er die bemerkenswerten Leistungen, die in den Familien des Landes erbracht werden, sowie die wertvolle Arbeit der freiwillig Engagierten. "Zusammen mit dem gut ausgebauten sozialen Netz sorgen diese engagierten Menschen dafür, dass Vorarlberg auch zukünftig eine Region ist, in der Gemeinschaftssinn und starker Zusammenhalt tagtäglich gelebt werden", betonte der Landeshauptmann.

"Ehrenamt brachte Stein ins Rollen"
So geht auch das neu errichtete "Haus Moser" in seinem Kern auf den außergewöhnlichen Einsatz zweier ehrenamtlich tätiger Frauen zurück. Waltraud Moser und Iris Alge haben vor über 25 Jahren am selben Standort das ehemalige Wohnheim Mühlegasse aufgebaut, um Menschen mit seelischen Erkrankungen zu unterstützen und neue Lebensperspektiven zu eröffnen. "Das Ehrenamt brachte den Stein überhaupt erst ins Rollen", machte Wallner in seinen Ausführungen deutlich. Die Benennung des Hauses nach Waltraud Moser nannte er eine "verdiente Geste der Anerkennung und des Dankes für eine großartige Persönlichkeit, deren herausragendes Vermächtnis sowie vorbildlicher Einsatz auf diese Weise in würdiger und liebevoller Erinnerung behalten werden". Die Begründerin des Hauses verstarb 1993.

Partnerschaftlicher Kraftakt
Der Bürgermeister von Frastanz und Aufsichtsratsvorsitzender von aqua mühle frastanz, Eugen Gabriel, freute sich ebenfalls, dass die ungewöhnliche Idee einer engagierten Frau zu einer etablierten Institution in der Marktgemeinde geworden ist. "Mein Dank gilt neben den verständnisvollen Nachbarn, die ein liebesvolles Umfeld schaffen, insbesondere den treuen Begleitern im LKH Rankweil, dem Frastanzer Architekten Joachim Schmidle, dem Land und der VOGEWOSI sowie allen, die im Hintergrund mitgearbeitet haben und bis heute mitarbeiten".

Der Obmann des Vereins Wohnheim Mühlegasse, Josef Summer, skizzierte die Geschichte der Einrichtung und sprach über die Perspektiven, die mit dem Neubau verbunden sind. "Das Projekt war für uns ein schönes und spannendes Bauvorhaben, das wir mit viel Freude und großem Engagement vorangetrieben haben", sagte VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz. Das gute Einvernehmen mit aqua mühle hätte sich bereits im Projekt "Haus Panama" gezeigt, das vor zwei Jahren realisiert werden konnte, so Lorenz. Primar Albert Lingg vom Landeskrankenhaus Rankweil sprach von den Chancen, "die so genannt Gesunde in der Auseinandersetzung mit dem Andersein bekommen".

Moderner Neubau
In den Neubau, der anstelle des alten Wohnheimes in der Mühlegasse entstanden ist, wurden insgesamt 1,6 Millionen Euro investiert. Seit September ist das für 13 Menschen mit besonderen Bedürfnissen ausgelegte "Haus Moser" bewohnt. Das Gebäude verfügt über eine Solaranlage, eine kontrollierte Be- und Entlüftung und ist in Passivhausqualität ausgeführt.

 

 

 

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