Viennale'13 04.11.

 

erstellt am
05. 11. 13
14.00 MEZ

Für das "Österreich Journal" berichtet Margarethe Glac täglich von den Highlights der Viennale
Wien (öj) - "Lukas nino" (John Torres, Philippinen 2013) lebt in einem kleinen philippinischen Dorf und ist der Sohn eines Mannes, der ihm eines Nachts sagt, er sei ein "tickbalang" - halb Mensch - halb Pferd, der magische Kräfte besitzen soll. Darauf verschwindet der Vater spurlos. Nun möchte der 13-jährige Lukas natürlich wissen, ob er denn die Kräfte seines Vaters geerbt habe.

Mit "Alegrías de Cádiz" (E 2013) kehrt der spanische Regisseur Gonzalo García Pelayo nach etwa 30 Jahren wieder zum Film zurück und zu seiner Technik, Stadtporträts und Liebesgeschichten ineinander zu verweben. Und anstatt die ökonomische Misere Spaniens anzuprangern, widmet er sich viel lieber der Musik, den Frauen und den Männern, ihren Beziehungen und versucht auf diese Weise einen aktuellen Schnappschuss der spanischen Gesellschaft zu machen. Die Politik kommt nur in den Sketchen vor, die zu Framenco-Rhythmen während des Karneval von Cádiz rezitiert werden.

"Rocío y José" (Gonzalo García Pelayo, E 1982) wurde im Rahmen des García Pelayo gewidmeten Tributes der Viennale'13 gezeigt. Im Mittelpunkt steht das ruhige andalusische Dorf El Rocío, das jährlich über eine Million Pilger beherbergt und dessen Marienfigur Paloma Blanca zu Pfingsten zu dem wichtigsten Wallfahrtsziel Spaniens wird. In dieser Atmosphäre des Gebets, aber auch des gemeinsamen Essens und Singens wird die Liebe zwischen zwei jungen Menschen geboren.

Der Titel "Pardé" (Jafar Panahi/Kamboziya Partovi, Iran 2013), also "Der verschlossene Vorhang", steht für das Gefühl der Gefangenschaft. Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde wegen seines politischen Engagements für die Liberalisierung der Gesellschaft und einen politischen Machtwechsel zu 20 Jahren Ausreiseverbot sowie Verbot der Berufsausübung verurteilt, worin auch das Geben von Interviews enthalten ist. Mit diesem Werk, in dem er sich selbst spielt, lässt er uns an seinem Alltag teil haben.

In "L'inconnu du lac" (F 2013) skizziert Alain Guiraudie verschiedene Begegnungen zwischen Männern, die sich während der Urlaubszeit mehr oder weniger regelmäßig an einem See treffen, um die Sonne zu genießen, sich abzukühlen, zu entspannen, zu reden und im angrenzenden Wald Sex zu haben. In dieser Idylle lernt Franck den gut gebauten Michel kennen und wird zufälligerweise Zeuge eines düsteren Geheimnisses. Doch statt das Richtige zu tun, verliebt er sich in Michel und die Dinge nehmen ihren Lauf.

Festival-Direktor Hans Hurch bezeichnete diesen Film als einen "der" Filme dieses Jahres.

 

 

 

Informationen: http://www.viennale.at

 

 

 

 

 

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