Kulturministerin Schmied zeichnet
 Südtiroler Politikerin aus

 

erstellt am
15. 11. 13
10.30 MEZ

Dr. Sabina Kasslatter Mur erhielt das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Wien (bmukk) - "Im Bildungsbereich ist Südtirol für uns in Österreich beispielgebend", so Dr. Claudia Schmied am Abend des 14.11. anlässlich der Verleihung des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an die Südtiroler Landesrätin Dr. Sabina Kasslatter Mur. "Da ist die gemeinsame Schule für alle Kinder bis zum Alter von 14 Jahren. Da ist das Bekenntnis zur Inklusion, zur Integration von behinderten Kindern. Und da ist das Leben der sprachlichen Vielfalt, heute in einer alltäglichen Selbstverständlichkeit." In Kunst und Kultur können Österreich und Südtirol viel voneinander lernen, führte Schmied weiter aus, die besonders Kasslater Murs kulturpolitischen Einsatz "für die zeitgenössische Kunst, über alle "Kippenberger Klippen" hinweg" lobte. Schmied und Kasslatter Mur verbindet seit vielen Jahren eine persönliche Freundschaft. "Bildung, Kunst und Kultur sind die Arbeitsfelder, die uns verbinden", sagte Schmied. "Aus einer Arbeitsbeziehung ist eine Freundschaft geworden. Ich freue mich, diese Freundschaft über unsere Amtszeit hinweg zu pflegen."

In seiner Laudatio zeichnete Dr. Marjan Cesutti, Präsident des Südtiroler Kulturinstituts den politischen Lebensweg Sabina Kasslatter Murs detailliert nach. Er strich ihre kommunikativen Fähigkeiten hervor, ihr Engagement für das Bildungswesen und für den Ausgleich der Volksgruppen. "Sie erkannte rasch, dass es für den Frieden zwischen den Volksgruppen wichtig ist, die Geschichte des jeweils anderen zu verstehen", so Cesutti. "Auch als Lobbyistin für Frauenangelegenheiten gehört sie in unserem Land zu den Pionierinnen."

"Ich nehme dieses Ehrenzeichen stellvertretend für viele an, die mit mir gearbeitet und mich unterstützt haben", bekannte Dr. Sabina Kasslatter Mur in ihrer Dankesrede. "Auch für meine Familie und die tausenden Südtirolerinnen und Südtiroler, die sich ehrenamtlich an den Kultureinrichtungen beteiligen." Ihr kulturpolitisches Credo sei es, "Kultur auf Basis des kulturellen Erbes an die nächsten Generationen weiterzugeben und ohne Scheu gegenüber Neuem das Neue auch zu fördern." Zuletzt betonte Kasslatter Mur die enge Verbundenheit zwischen Österreich und Südtirol, die nicht nur auf dem Papier stehen dürfe, "sondern auch gelebt werden muss."

Dr. Sabina Kasslatter Mur wurde 1963 in Brixen geboren. Sie studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Innsbruck. Nach einigen Jahren als Journalistin wechselte Kasslatter Mur in die Politik. Sie war Vizepräsidentin und Präsidentin des Südtiroler Landtages, Landesrätin für deutsche Schule sowie deutsche und ladinische Berufsbildung, Landesrätin für deutsche Kultur, Familie und Denkmalpflege und ist seit 2008 als Landesrätin für deutsche Bildung und Kultur für die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Denkmalpflege und Museen verantwortlich. Sie hat sich stets für einen intensiven Austausch mit Österreich, besonders mit Wien und Tirol, eingesetzt. So förderte sie aus Mitteln des Landes Südtirol Austausch, Kooperationen, Publikationen, gemeinsame Veranstaltungen und Preise in den Bereichen Kunst, Kultur, Literatur, Bibliothekswesen, Musik und Journalismus.

 

 

 

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