Erinnerung lebendig halten für eine friedliche Zukunft

 

erstellt am
15. 11. 13
10.30 MEZ

Kranzniederlegung vor dem Landhaus im Gedenken an die Opfer des Krieges und des Faschismus
Eisenstadt (blms) - Der Burgenländische Landtag mit Präsident Gerhard Steier an der Spitze, die Mitglieder der Burgenländischen Landesregierung und der Landesfonds für die Opfer des Krieges und Faschismus gedachten am 14.11. mit einer feierlichen Kranzniederlegung vor dem Landhaus jener Burgenländerinnen und Burgenländer, die von 1938 bis 1945 aus politischen, religiösen und rassischen Gründen dem Naziregime zum Opfer gefallen sind. Die Musikklassen 7a und 6b und das Blechbläserensemble des ORG Theresianum Eisenstadt umrahmten mit musikalischen Beiträgen die Gedenkfeier.

„Mit der heutigen Kranzniederlegung gedenken wir jener Männer und Frauen, die von menschenverachtenden Ideologien ihrer Freiheit und Menschenwürde beraubt wurden, die gefoltert und ermordet wurden. Wir gedenken der Opfer des Faschismus, der tausenden Opfer eines sinnlosen Krieges, der über die ganze Welt, über Europa, über Österreich und über unser Heimatland Burgenland Leid, Schmerz und Trauer gebracht hat“, sagte Soziallandesrat Dr. Peter Rezar in seiner Ansprache. Die Kranzniederlegung sei auch „Teil einer lebendigen Erinnerungskultur, die uns Orientierungshilfe und auch ein Auftrag sein soll. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Das sind Aufträge an uns und an die Generationen nach uns“, so Rezar.

Das Leid der Opfer des Krieges lebe auch fort „in der Verharmlosung, Bagatellisierung und Verleugnung von NS-Gewaltverbrechen in der unmittelbaren Nachkriegszeit und in den Jahrzehnten danach“, betonte Landtagspräsident Steiner. Deshalb müsse die Erinnerung wach gehalten werden. „Dafür sind Orte des Gedenkens wichtig, damit wir aus der Geschichte Lehren ziehen und dafür sorgen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Das schulden wir den Opfern, aber auch der Zukunft unserer Kinder“, mahnte Steier, der auch an jene erinnerte, die in unserer Zeit Opfer geworden seien „durch Hass und Gewalt gegen alles Fremde und gegen Schwache“. Nur tiefgreifender Respekt vor einander, Toleranz und lebendige Zivilcourage könnten Versöhnung und nachhaltigen Frieden ermöglichen.

 

 

 

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