Von digitalem Barock bis zu digitalem Punk

 

erstellt am
15. 11. 13
10.30 MEZ

Innovativste Medienproduktionen der Stadt mit Content Award Vienna ausgezeichnet
Wien (rk) - Innovative Wiener Medienproduktionen „von digitalem Barock bis zu digitalem Punk“ (Jury) wurden beim Content Award Vienna am 13.11. im Media Quarter Marx prämiert. Die ZIT als Technologieagentur der Stadt Wien vergab zum fünften Mal Preise für die besten Shorts, Games, Apps und Visuals der Stadt in feierlichem Rahmen. „An seinem 5. Geburtstag geht es dem Content Award Vienna blendend, wie die über 300 Einreichungen zeigen,“ so Vizebürgermeisterin Renate Brauner bei der Award Night im Media Quarter Marx. „Aber die Zahl alleine ist es nicht: den internationalen Jurorinnen und Juroren fiel die Wahl unter den Einreichungen – von fantasievollen Studentenprojekten bis hin zu professionellen Produktionen - sehr schwer. Ich bin stolz auf die Innovationskraft der digitalen Medienszene in Wien.“

Bärentierchen, Philosophie und Skateboards am Podest
Vor über 300 Gästen wurden jene Produktionen ausgezeichnet, die von den Fachjurys nominiert wurden. Neben den sieben Hauptpreisen der ZIT in Höhe von insgesamt 35.000 Euro stifteten auch heuer zahlreiche Kooperationspartnerinnen und –partner attraktive Preise und Werbewert in Höhe von über 100.000 Euro. Bemerkenswert ist der hohe Frauenanteil in der Reihe der diesjährigen nominierten und preisgekrönten Projekte: unter 28 nominierten Projekten waren an 13 maßgeblich Frauen beteiligt. So gewann etwa die junge Wiener Filmemacherin Eva Becker für ihre philosophische Zeichentrickserie „n gschichtn“ den Content Award Vienna in der Kategorie „Shorts“. Das Wiener Studio Industrial Motion Art, Gewinner der Kategorie „Characters“, zeigen mit ihrem Animationsfilm über das „Bärentierchen“, dass Wien auch im Bereich Science Visualisation einiges zu bieten hat. Regisseurin Melanie Schneider und ihr Team konnten mit dem Skating-Film „Freeze it“ das Publikum überzeugen und erhielten den Open Preis.

Der Content Award als Sprungbrett für Wiener Medienschaffende
Seit 2009 vergibt die ZIT, eine Tochter der Wirtschaftsagentur Wien, den Content Award Vienna, um die Wiener Medienschaffenden vor den Vorhang zu holen und innovative Formate in neuen Medien zu prämieren. Der Content Award Vienna ist einer der höchstdotierten Preise für digitalen Content Österreichs und dient vielfach als Sprungbrett für junge Kreative: Der Vorjahresgewinner 12 Angry Devs wurde 2013 für sein Spiel „Of Light and Shadow“ als einziges österreichisches Spiel für den weltweiten A MAZE Indie Games Award nominiert. Diesjährige Preisträger wie zum Beispiel der Filmemacher Clemens Kogler und das Animationsstudio Arx Anima zählen internationale Firmen wie BBC und Disney zu ihren Kunden.

Content Award Trophäen und jeweils 5.000 Euro gehen an:
Kategorie Games: „Blek“, Kunabi Brother
Das elegante iPad-Spiel mit Puzzle-Charakter des Wiener Spielentwickler-Duos Kunabi Brother wurde von der Jury aufgrund seines innovativen, intuitiven und unterhaltsamen Gameplays an die erste Stelle der eingereichten Games gereiht. Ziel des von Bauhaus und Kandinsky inspirierten Touchscreen-Spiels ist es, am mobilen Gerät mit dem Finger eine Linie zu zeichnen, die alle farblichen Kreise trifft und dabei den schwarzen Löchern ausweicht. „Als ein für Touchscreen-Geräte konzipiertes Game nutzt es die Begebenheiten des Devices optimal aus und besticht dabei durch ästhetisch wirkungsvolle Reduktionen und eine gelungene audiovisuelle Präsentation“, so die Jury.
http://www.bioapparat.at

Kategorie Gapps: „Tagtool“, OMAi
Die App des Wiener Start-ups OMAi verwandelt das iPad in ein „intuitives Instrument für spontane Projektionskunst“ und hat die Jury mit seinem außergewöhnlichen Konzept und der gut durchdachten Umsetzung überzeugt. Mithilfe der App können am iPad live und simultan Bilder gezeichnet, animiert und in weiterer Folge projiziert werden - über WiFi verbunden auch kollaborativ mit anderen Userinnen und Usern. Die patentierte Technologie zeichnet sich durch ein intuitives User Interface aus und wurde vor allem für die Anwendung im künstlerisch-gestalterischen Bereich (Architekturprojektion, Bühnenbild, Kunsterziehung...) kreiert.
http://www.omai.at

Kategorie Shorts: „n gschichtn (Episode 1)“, Eva Becker
Die Wiener Filmemacherin Eva Becker produzierte „n gschichtn (Episode 1)“ als ersten Teil einer surreal-humorvollen, philosophischen Zeichentrickserie. Technisch kombiniert die Webseries-Episode Flashanimation, Stop Motion und Realfilm (Laufzeit: 18'). Die Jury lobte die Art und Weise, wie in „n gschichtn“ Regeln gebrochen und völlig neue, originelle Formen und Rhythmen kreiert werden, wobei Becker viel Persönlichkeit und verrückte Ideen in den Film einfließen hat lassen.

Diese und alle weiteren Preise sind auf http://www.contentaward.at bis Ende Dezember 2013 anzusehen.

 

 

 

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