Frische Lebensmittel mit der Post direkt an die Haustüre

 

erstellt am
12. 11. 13
10.30 MEZ

Forschungsprojekt prüft Machbarkeit
Wien (post) - Immer mehr Waren und Güter werden heute über das Internet bestellt und direkt nach Hause geliefert. Relativ unberührt von diesem Trend blieben bisher Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs. Grund dafür ist, dass gerade bei diesen Waren die üblichen Lieferfristen von mehr als einem Tag von den Kunden nicht akzeptiert werden. Einen neuen Lösungsansatz für die taggleiche Zustellung werden die Österreichische Post AG, Pfeiffer HandelsgmbH, RISC Software GmbH und die FH OÖ Forschungs- & Entwicklungs GmbH/Logistikum in den nächsten 18 Monaten entwickeln. Das gemeinsame Forschungsprojekt „Food4all@home“ soll klären, wie eine flächendeckende Hauszustellung von Gütern des täglichen Bedarfs funktionieren könnte.

Kernpunkt der Lösung ist eine enge Verbindung der IT-Systeme von Lebensmitteleinzelhandel und Post: Die bestellten Güter des täglichen Bedarfs werden einerseits in der nächstliegenden Filiale zusammengestellt und verpackt, andererseits auch elektronisch in die Tour des betreffenden Zustellers eingefügt. Dadurch wird eine Lieferung nur wenige Stunden nach der Bestellung möglich.

Vorteile wären, dass Personen mit eingeschränkter Mobilität erstmals Artikel des täglichen Bedarfs nach Hause geliefert bekommen könnten. Damit kann auch in ländlichen Gebieten die regionale Nahversorgung garantiert werden. Auch entfallen durch die Zustellung mit der Post lange Einkaufsfahrten und damit verbundene Mühen und Umweltbelastungen.

Forschungsziel von „Food4all@home“ ist es nicht nur zu prüfen, ob eine so enge Kooperation der Post mit einem filialisierten Handelsunternehmen grundsätzlich möglich und wirtschaftlich ist, sondern auch, wie das Projekt am Markt angenommen wird. Dafür wird nun eine Simulation entwickelt, mit deren Hilfe verschiedene Aufträge und deren Abwicklung getestet und bewertet werden können. Ein regional begrenzter Feldversuch wird ergänzend dazu weitere Erkenntnisse für eine künftige Umsetzung liefern. Durch die Förderung des Projektes seitens der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die Veröffentlichung der Ergebnisse sichergestellt.

 

 

 

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