Kärntner Landesorden für Superintendent
 Manfred Sauer

 

erstellt am
25. 11. 13
14.00 MEZ

LH Kaiser verlieh in Fresach hohe Landesehrung – Auszeichnung der evangelischen Kirche für Landesarchivsdirektor Wadl
Klagenfurt (lpd) - Zwei hohe Auszeichnungen wurden am 23.11. in der evangelischen Kirche in Fresach im Rahmen eines Festaktes anlässlich der Visitation von Bischof Michael Bünker verliehen. Superintendent Manfred Sauer wurde von Landeshauptmann Peter Kaiser mit dem „Kärntner Landesorden in Silber“ geehrt und Landesarchivdirektor Wilhelm Wadl erhielt von Synodenpräsident Peter Krömer die „Kirchliche Auszeichnung in Gold“ für seine Verdienste um die evangelische Kirche und insbesondere die Landesausstellung 2011 über den Protestantismus in Kärnten.

Kaiser gratulierte und dankte beiden Geehrten für ihre Verdienste um Kärnten. Die Auszeichnung für Sauer sei auch eine Würdigung des Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Einheit im Land. Der Landeshauptmann betonte, dass viele Menschen Wegmarker durch das Leben suchen würden, ihnen würde in diesem Sine auch die Kirche Halt geben. „Wichtig ist es, dass es in allen gesellschaftlichen Bereichen gefestigte Charaktere gibt, die solche Wegmarker setzen. Menschen Orientierung zu geben, ist eine wesentliche Eigenschaft“, so Kaiser in seinen Dankesworten für Sauer.

Der Superintendent nahm die Auszeichnung in Stellvertretung für alle Frauen und Männer in der evangelischen Kirche an, die sich dafür einsetzen würden, die Welt sozialer und gerechter zu machen. Er appellierte für eine Gesellschaft, in der es keine Angst vor dem und den Fremden gibt. Der Landesorden sei für ihn Ermutigung, weiter in diesem Sinne im Dialog zu bleiben.

Bischof Michael Bünker, der gerade an der Spitze des evangelischen Oberkirchenrates zur Visitation in der Diözese Kärnten-Osttirol weilt, freute sich, dass es heute „eine kirchliche Auszeichnung für einen Weltlichen und eine weltliche Auszeichnung für einen Kirchlichen“ gab. Es sei gut, dass Kirche und Staat getrennt seien, aber Politik und Religion würden zusammengehören, vor allem beim Gemeinsamen, Miteinander und Partizipativen. Der Bischof sprach in diesem Zusammenhang den sozialen Zusammenhalt an, das Thema Minderheiten und das Wirken gegen Hasskriminalität.

Die Laudatio für den Superintendenten hielt Superintendentialkuratorin Helli Thelesklaf. Sie erklärte, dass Sauer seit 2001 Superintendent der evangelischen Kirche AB für Kärnten und Osttirol ist, heuer wurde er in dieser Funktion für die Periode von 2014 bis 2026 wiedergewählt. Sauer engagiere sich für Bildungsarbeit, Kunst und Kultur. Er sei Impulsgeber und maßgeblicher Verantwortlicher für die Landesausstellung 2011 in Fresach gewesen. Stark aktiv sei er auch in seelsorgerischen und humanitären Bereichen. Asyl sei für ihn ein wichtiges christliches Thema, er setzte sich für die Förderung der Minderheitenrechte ein und gelte als Brückenbauer, dem vor allem auch die Ökumene eine Herzensangelegenheit sei. „Dem Superintendenten ist es wichtig, dass die evangelische Stimme im kritischen Diskurs unserer Gesellschaft gehört wird“, so Thelesklaf.

Sie erklärte weiters, dass mit der Landesausstellung 2011 in Fresach ein neues Kulturzentrum geschaffen worden sei, das nachhaltig genutzt werde. Erhalten habe das Evangelische Diözesanmuseum den Kärntner Landesbaupreis 2011, den Österreichischen Museumspreis 2011 sowie „The International Architecture Award 2012“ von „The Chicago Athenaeum – Museum of Architecture and Design“, mit dem nur drei Museen weltweit gewürdigt worden seien.

Die Laudatio für Landesarchivdirektor Wadl hielt der Theologe Karl Schwarz. Er strich hervor, dass der Katholik Wadl Kurator der Landesausstellung „Glaubwürdig bleiben – 500 Jahre protestantisches Abenteuer“ war, die 70.000 Besucher gezählt habe. Wadl sagte, dass er für sein Engagement in Fresach „schon überreich belohnt“ worden sei, nämlich durch gewonnene Freundschaften und weil er hier als Kurator viel gelernt habe. Zu seinem Verständnis für das Evangelische habe auch seine evangelische Frau viel beigetragen, meinte der Geehrte, der schmunzelnd von einer „ökumenischen Ehe“ sprach.

An der Feierstunde nahmen auch teil: Dompropst Olaf Colerus-Geldern in Vertretung von Bischof Alois Schwarz, Landtagspräsident Reinhart Rohr, Militärsuperintendent Oskar Sakrausky, Oberkirchenrat Hans-Joachim Bodenhöfer, Fresachs Pfarrer Ralf Isensee, Bundesrat Christian Poglitsch in Vertretung von LR Wolfgang Waldner, Diakonie-Rektor Hubert Stotter, Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler, Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik, Fresachs Vizebürgermeister Gerhard Altziebler, Volksgruppenvertreter Marjan Sturm sowie Familienmitglieder der Geehrten, u.a. auch aus der burgenländischen Heimat von Superintendent Sauer. Für die musikalische Umrahmung der Feierlichkeit sorgte das Carinthian Saxophon Quartett.

 

 

 

zurück

 

 

 

 

Kennen Sie schon unser kostenloses Monatsmagazin "Österreich Journal" in vier pdf-Formaten? Die Auswahl finden Sie unter http://www.oesterreichjournal.at