Mandl: Die guten Kontakte mit Kroatien werden
 vertieft und weiter ausgebaut

 

erstellt am
02. 12. 13
10.30 MEZ

Kroatiens Botschafter Gordan Bakota war zu Gast im Europa-Ausschuss des NÖ Landtags
St. Pölten (nöi) - Ende November war Kroatiens Botschafter Gordan Bakota zu Gast im Europa-Ausschuss des Niederösterreichischen Landtags. Das Ziel der Ausschuss-Sitzung mit Bakota war eine Diskussion über die Beziehungen zwischen Kroatien und Österreich, vor allem Niederösterreich, sowie über die Zukunftsperspektiven im Miteinander der beiden Länder. "Ich habe Botschafter Gordan Bakota eingeladen, weil Kroatien der jüngste Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist und wir von Anfang an eine gute Zusammenarbeit pflegen wollen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass mit Gordan Bakota der höchstrangige Vertreter Kroatiens in Österreich sofort zugesagt hat, mit den Abgeordneten unseres Europa-Ausschusses ins Gespräch zu kommen", so Landtagsabgeordneter Lukas Mandl, Vorsitzender des Europa-Ausschusses im NÖ Landtag.

Als für Europapolitik zuständiges Regierungsmitglied gab Landesrätin Barbara Schwarz zu Beginn der Ausschuss-Sitzung eine Erklärung zu den Beziehungen zwischen Niederösterreich und Kroatien ab. Botschafter Gordan Bakota präsentierte in seinem Impulsvortrag die jüngere Entwicklung Kroatiens, die gegenwärtigen Herausforderungen vor allem in den Bereichen Wirtschaft und Politik, sowie die Zukunftsperspektiven seines Landes, besonders im Bezug auf die Zusammenarbeit mit Österreich und Niederösterreich. Die Kroatinnen und Kroaten hatten sich mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für den Beitritt zur Europäischen Union ausgesprochen. Seit 1. Juli 2013 gehört Kroatien der Union an.

Kroatien ist ein mitteleuropäischer Staat
Bakota betonte die gute Zusammenarbeit in Süd/Ost-Europa. Gleichzeitig bekräftigte der Botschafter auch das Selbstverständnis Kroatiens als "mitteleuropäischer Staat". Österreich sei für ihn ein "Nachbarstaat, obwohl es keine gemeinsame Grenze gibt". Eine Empfindung und Einschätzung, die der zweite Landtagspräsident Hans Heuras in seinen Dankesworten zum Abschluss der Ausschusssitzung teilte. Bakota hob auch die wichtige Rolle hervor, die der Niederösterreicher Alois Mock als Außenminister Österreichs für Freiheit und Frieden Kroatiens gespielt hat.

Eine gute Basis für eine Zusammenarbeit ist für den kroatischen Botschafter das bestehende Netzwerk aus gemeinsamer Geschichte sowie politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Laut Bakota hätten derzeit rund 12.000 der insgesamt 70.000 in Österreich lebenden Kroaten ihren Wohnsitz in Niederösterreich. Mehr als 200 Unternehmen aus Niederösterreich wären in Kroatien tätig. Beim Tourismus liege Österreich in Kroatien auf Rang drei. Kroatien habe seine historische Chance genutzt, Teil des europäischen Einigungsprozesses zu werden und sei gleichzeitig zu einem Motor für die EU-Annäherung der gesamten Region geworden, so Mandl. Man werde sich dafür einsetzen, die guten bilateralen Kontakte weiter auszubauen und zu vertiefen.

Zusammenarbeit der Regionen ist besonders wichtig
Nach Bakotas Vortrag stellten die Mitglieder des Europa-Ausschusses zahlreiche Fragen. "So entwickelte sich eine sehr freundschaftliche und konstruktive Diskussion, die auch Lust gemacht hat auf eine weitere Pflege der Freundschaft zwischen Österreich, vor allem Niederösterreich, und Kroatien", so Mandl, der die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Regionalparlamenten verschiedener Staaten besonders hervorhob. Diese Zusammenarbeit sei wichtig für ein gutes Miteinander und eine gute Entwicklung der Europäischen Union.

Die diskutierten Themen spannten einen weiten Bogen von Fragen der Strukturen der Regionen, der Staaten und der Europäischen Union, über Potentiale für Zukunftsinvestitionen im Interesse des Wirtschaftswachstum und der Beschäftigung, bis hin zu Fragen der Budgetpolitik. Über die Bereiche Wasser, Abwasser, Energie und Umwelt wurde ebenso gesprochen wie über EU-Förderprogramme und Landwirtschaft.

 

 

 

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