Hilfestellung bei Finanzspirale mit negativem Trend

 

erstellt am
19. 12. 13
10.30 MEZ

Schuldnerberatung Burgenland als landesweit professioneller Rettungsanker
Eisenstadt (blms) - Die Schuldnerberatung Burgenland, als kostenlose und anonyme Serviceeinrichtung des Landes im Mai 1998 aus der Taufe gehoben, feiert 2013 ihr 15-jähriges Bestandsjubiläum. Der operative Schwerpunkt liegt in der Betreuung und Beratung hilfesuchender Menschen, die oft nicht mehr alleine den Weg aus einer finanziellen Krise schaffen. „Ziel ist es, die vielen Probleme, die Überschuldungen mit sich bringen, zu reduzieren oder im Idealfall zu eliminieren. Diese Hilfestellung, die geboten wird, ist auf den Einzelfall abgestimmt und reicht von neuen Ratenvereinbarungen, über Stundungen, Zinsfreistellungen, einem außergerichtlichen Ausgleichen bis hin zum Insolvenzverfahren – sprich Privatkonkurs, der allerdings auch kein Allheilmittel ist“, so Landesrätin Verena Dunst, der es gelungen ist, den Personalstand von 2 auf mittlerweile 6 Mitarbeiterinnen zu erhöhen, um noch rascher Beratungen durchführen und Wartezeiten verkürzen zu können.

Die Anzahl der neuen KlientInnen ist in den vergangenen 15 Jahren enorm gestiegen und beläuft sich mit Mitte Dezember 2013 auf insgesamt 8.305 Personen. Gab es 1998 pro Jahr noch 316, so sind es 2013 bis dato bereits 667 neue KlientInnen. Ebenso waren von 1998 bis 2013 insgesamt 1.543 Konkurstagsatzung, 1870 außergerichtliche Ausgleiche sowie unzählige Stundungen, Zinsfreistellungen, Ratenvereinbarungen und Abschlagszahlungen zu verzeichnen. Die jährlichen persönlichen Beratungsgespräche belaufen sich auf durchschnittlich 1.125, die jährlichen telefonischen Auskünfte, Anfragen und Beratungen auf 2.880. Die Durchschnittsverschuldung beträgt 72.000 Euro, die Höchste Verschuldung rund 1 Million Euro, die Geringste rund 1.500 Euro, wobei die höchste Gläubigeranzahl pro Klient mit 90 zu beziffern ist und das Alter der KlientInnen sich quer durch alle Gesellschaftsschichten zwischen dem 17. und 79. Lebensjahr bewegt.

Aufgrund der Tatsache, dass das durchschnittliche Alter der verschuldeten Personen immer jünger wird, versucht Landesrätin Verena Dunst diesem Trend entgegenzuwirken. Im Jahr 2011 waren nämlich knapp 30 % der KlientInnen in der Schuldenberatung unter 35 Jahre alt, jetzt sind wir schon bei über 35 %. Eine eigens dafür ausgebildete Schuldenberaterin hält deshalb Präventionskurse und Workshops in den verschiedensten Schulen ab. Hauptthemen in den Vorträgen und Workshops sind Handyschulden, der Umgang mit dem Smartphone und dem Internet sowie die vernünftige und vorsichtige Handhabung von Bankomatkarte bzw. Bargeld.

Dunst dazu: „Mein Ziel als Konsumentenschutzlandesrätin und zuständige Landesrätin für Schuldenberatung ist es deshalb, insgesamt gesehen den Menschen so viele Beratungsmöglichkeiten in regionaler Nähe wie nur irgend möglich anzubieten, wobei ich an die betroffen Personen appelliere, die Ansprechpersonen der Schuldnerberatung möglichst frühzeitig aufzusuchen, damit diese rasch regulierend eingreifen und sich das finanzielle Schadensausmaß größtmöglich in Grenzen hält.“ Dass diese Initiativen der Mitarbeiter der Schuldenberatung auf einem hohen Qualitätslavel basieren und die Anforderungen der Klienten bestmöglich erfüllen werden, wurde der Schuldnerberatung des Landes nunmehr auch durch die ISO 9001:2008 Zertifizierung bestätigt.

 

 

 

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