Startschuss für EU-Forschungsförderungsprogramm
 "Horizont 2020"

 

erstellt am
17. 12. 13
10.30 MEZ

30 Prozent mehr Fördergeld gegenüber vorangehender Förderperiode
Salzburg (lk) - Das neue EU-Forschungsförderungsprogramm "Horizont 2020" liegt offiziell vor. Auch die ersten Ausschreibungen für Förderansuchen wurden veröffentlicht. Die finanzielle Ausstattung des nächsten EU-Forschungsprogramms "Horizont 2020" (2014 bis 2020) wurde im Vergleich zur auslaufenden Förderperiode (2007 bis 2013) um rund 30 Prozent aufgestockt: Die Höhe der Gesamtgelder 2014 bis 2020 wird sich auf gut 70 Milliarden Euro belaufen (effektiv zirka 80 Milliarden Euro). Darüber berichtet das Verbindungsbüro Brüssel in einem aktuellen Info-Sheet.

Bei "Horizont 2020" werden eine ganze Reihe unterschiedlicher Themen (z.B. Gesundheit, Verkehr, Energie, Stärkung ländlicher Gebiete, um nur einige wenige zu nennen) mit Blick auf für notwendig erachtete Innovationen und deren Integration in den Markt behandelt.

Neu sind unter anderem

  • der Fokus auf die Teilnahme kleinerer und mittelgroßer Betriebe (KMU) am nächsten EU-Forschungsrahmenprogramm,
  • das angestrebte Ziel der Einbindung geisteswissenschaftlicher Disziplinen für die gesellschaftliche Umsetzung von Neuerungen und
  • die Möglichkeit für eine Multifondsnutzung in Kombination mit dem neuen EU-Struktur- und Investitionsfonds.


Erklärtes Ziel der EU ist es, für KMU mehr Geld für Forschung, Werbung, Anreizmaßnahmen, Nachfrage und Innovation bereitzustellen. Zusätzlich zur Verbesserung der Teilnahmebedingungen an "Horizont 2020" für KMU wird ein eigenes KMU-spezifisches Instrument ("Innovation in KMU") eingeführt. Insgesamt wird angestrebt, dass mindestens 20 Prozent der EU-Forschungsgelder an KMU fließen.

Der Stärkung ländlicher Gebiete und Unterstützung der Innovation im ländlichen Raum ist ein eigener Abschnitt im Kapitel "Gesellschaftliche Herausforderungen" gewidmet. Themen sind unter anderem Forschungsprojekte für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, zur Erhöhung der Produktionseffizienz und zur Bewältigung des Klimawandels oder auch zu Ökosystemleistungen und Biodiversität.

Weiterführende Informationen sind auf der Website der Europäischen Kommission (in englischer Sprache) zu finden.

 

 

 

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