Bilanz und Ausblick zum Ausbau
 des NÖ Hochwasserschutzes

 

erstellt am
27. 12. 13
11.30 MEZ

Pernkopf: Niederösterreich setzt Baumaßnahmen konsequent fort
St. Pölten (nlk) - Das Jahr 2013 war besonders durch die Hochwasserereignisse im Juni geprägt, die in Niederösterreich Schäden von rund 100 Millionen Euro verursacht haben. Eine Bilanz und einen Ausblick über den Ausbau des Hochwasserschutzes in Niederösterreich gab kürzlich Landesrat Dr. Stephan Pernkopf bekannt.

"Beim Hochwasser im Juni dieses Jahres haben sich bestehende Hochwasserschutzanlagen bestens bewährt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die noch fehlenden Schutzanlagen rasch zu realisieren. Wir haben die zweite Jahreshälfte 2013 dazu genutzt, um intensiv an der Umsetzung dieser Projekte zu arbeiten und gemeinsam mit dem Bund die Finanzierung sichergestellt", so Pernkopf.

Ein Meilenstein für den Hochwasserschutz in Niederösterreich war der Finanzierungsbeschluss des NÖ Landtages am 19. September. Damit stehen für die kommenden 10 Jahre Landesmittel in der Höhe von 243 Millionen Euro zur Verfügung, wodurch Investitionen von rund 860 Millionen Euro ermöglicht werden. "Nachdem es nun auch im Regierungsübereinkommen gelungen ist, die nötigen Bundesmittel abzusichern, kann der Hochwasserschutz in Niederösterreich konsequent weiter ausgebaut werden", so Pernkopf.

Bereits im Herbst fertiggestellt wurde der Donau-Hochwasserschutz in Hagsdorf. Im Bau befinden sich die Schutzanlagen in Melk, im kommenden Frühjahr kann dann auch mit dem Bau des Hochwasserschutzes in Gottsdorf und Dürnstein begonnen werden. Zusätzlich zu den wichtigen Projekten an der Donau werden auch Projekte u. a. am Kamp, in Waidhofen an der Thaya, Senftenberg, Bad Pirawarth und Wartmannstetten umgesetzt.

Neben der Finanzierung zukünftiger Projekte ist es Landesrat Pernkopf besonders wichtig, aus den Erfahrungen des vergangenen Hochwassers zu lernen und Verbesserungen umzusetzen. Dazu trafen sich vor kurzem auf Einladung des Landes Niederösterreich und des NÖ Landesfeuerwehrverbandes rund 250 Vertreter von Gemeinden, Wasserverbänden, Behörden und Einsatzkräften, um die Erfahrungen mit dem Betrieb von Hochwasserschutzdämmen zu diskutieren und daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner meinte dabei: "Es ist unerlässlich, Katastrophenereignisse ausführlich zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Damit haben die Feuerwehren bereits wenige Tage nach dem Hochwasser im Juni 2013 begonnen. Es ist von größter Bedeutung, dass die neuen Erfahrungen taktisch umgesetzt und später im Einsatz angewendet werden."

"Beim Hochwasser im Juni 2013 hat sich in Niederösterreich wieder einmal gezeigt, wie groß der Zusammenhalt der Menschen in Krisensituationen ist. Einsatzkräfte, Behörden und Gemeinden haben an einem Strang gezogen und damit noch Schlimmeres erfolgreich verhindert. Für fast 2.800 Schadensmeldungen wurden mehr als 15,6 Millionen Euro an Unterstützung ausbezahlt", so Pernkopf abschließend.

 

 

 

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