Abbau des Spekulationsportfolios in der Endphase

 

erstellt am
23. 01. 14
11.30 MEZa

Stöckl: 97 Prozent der Risiko-Veranlagungen abgebaut - Drohende Verluste erfolgreich abgewendet
Salzburg (lk) - "Der Abbau des Spekulationsportfolios ist in der Endphase. Im Jahr 2013 konnten sowohl das Risiko sowie der Bestand der Positionen im Abbauportfolio zum überwiegenden Teil abgebaut werden. Zum Jahresende 2013 waren nur noch 20 von ursprünglich 244 Wertpapieren mit einem Barwert von rund 81 Millionen Euro gegenüber ursprünglich rund 1,35 Milliarden Euro im Abbauportfolio vorhanden. Aktuell beträgt der Stand der Veranlagungen nur mehr 72,6 Millionen Euro. Von den anfänglichen 89 Derivaten mit einem Gesamtnominale von 3,85 Milliarden Euro bestanden per 30. Dezember 2013 noch acht Derivate mit einem Gesamtnominale von 280 Millionen Euro. Damit konnten zum Bewertungsstand 30.12. 2013 bereits 97 Prozent der risikobehafteten Veranlagungen abgebaut werden, das Gesamtrisiko-Maß ist im Zeitraum von März 3013 bis Jahresende 2013 von rund 11,6 Millionen Euro auf rund 320.000 Euro gesunken. Seit Jahresbeginn 2014 wurden auch die verbleibenden Derivate des Optimierungsportfolios komplett geschlossen, damit verbleiben aktuell nur mehr zwei Zinsabsicherungsderivate mit einem Gesamtnominale von 55 Millionen Euro." Das berichtete Finanzreferent Landeshauptmann- Stellvertreter Dr. Christian Stöckl am 22.01. im Finanzüberwachungsausschuss des Salzburger Landtages.

Der für den Portfolioabbau maßgebliche Saldo aus Finanzvermögen und außerordentlichen Schulden beträgt aktuell +101,2 Millionen Euro, was einer Verbesserung von 26,5 Millionen Euro gegenüber der Bewertung mit Stand vom 27. Dezember 2012 entspricht.

"Die allgemeine Marktentwicklung des Jahres 2013 wäre für das Portfolio in seiner ursprünglichen Zusammensetzung sehr verlustreich ausgefallen. Besonders die Abwertung der Hochzinswährungen seit Mai hätte das Portfolio empfindlich getroffen. Allein die Anlagen in türkischer Lira hätten einen Verlust in der Höhe von rund 80 Millionen Euro verursacht. Die steigenden Zinsen im Euroraum hätten den Barwert des ursprünglichen Portfolios zusätzlich um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag reduziert", so der Finanzreferent.

Aktuell wird laut Stöckl intensiv vom rechtlichen Standpunkt überprüft, welche der verbleibenden Positionen ohne Verschlechterung der rechtlichen Situation des Landes gegenüber Gegenparteien noch abgebaut werden können. Zudem setzt der Finanzreferent auf intensive Verhandlungen. "Bei diesen Verhandlungen zum Ausstieg aus den im Zuge der Finanzcausa in den vergangenen Jahren geschlossenen Geschäften sind wir auf einem guten Weg. Und sobald die rechtliche Prüfung abgeschlossen ist, können die verbleibenden Wertpapiere veräußert oder einer rechtlichen Geltendmachung zugeführt werden", so Stöckl.

 

 

 

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