Neue Initiative für Anerkennungsgesetz

 

erstellt am
06. 02. 14
11.30 MEZ

Sebastian Kurz kündigt Startschuss für Verhandlungen zu einem Anerkennungsgesetz für im Ausland erworbene Qualifikationen an: Verfahren zur Anerkennung sollen künftig einfacher, rascher und transparenter ablaufen
Wien (bmeia) - Damit Zuwandererinnen und Zuwanderer einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Beitrag am österreichischen Arbeitsmarkt leisten können, braucht es eine rasche und transparente Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. „Momentan lässt sich nur jeder dritte Akademiker und jeder fünfte Facharbeiter seine im Ausland erworbene Qualifikation anerkennen. Wir wollen das Potential nutzen, dass wir hier in Österreich haben. Das ist gut für Zuwandererinnen und Zuwanderer, gleichzeitig aber auch entscheidend für die Gesamtgesellschaft“, so Sebastian Kurz.

Bereits in der vergangenen Legislaturperiode wurden wichtige erste Schritte für eine erleichterte Anerkennung gesetzt. So wurde seitens des Wissenschaftsministeriums mit der „ENIC NARIC Austria“ eine zentrale Anlaufstelle für Akademiker eingerichtet. Anträge auf Nostrifizierung müssen nun innerhalb von drei Monaten (nach Beantragung) bearbeitet werden. Zusätzlich bietet das Portal www.berufsanerkennung.at einen Wegweiser, um sich im österreichischen Behördendschungel zu Recht zu finden.

Im Regierungsprogramm wird nun eine umfassende Lösung angestrebt. Vorbild für ein eigenes Anerkennungsgesetz ist Deutschland. Die dortigen Erfahrungen zeigen, dass ein solches Gesetz nicht von heute auf morgen verabschiedet werden kann, sondern Zeit brauchen wird – in Deutschland beispielsweise hat der Prozess drei Jahre gedauert. Ziel muss sein, dass eine ausbildungsadäquate Beschäftigung ermöglicht, dass Österreich für gut und hoch qualifizierte Personen attraktiver und Lohndumping vermieden wird.

 

 

 

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