Danninger: Historische Rolle von IWF und
 Weltbank nicht hoch genug einzuschätzen

 

erstellt am
28. 02. 14
11.30 MEZ

Staatssekretär eröffnete Symposium der Bretton Woods Institutionen
Wien (bmf) - Das Bundesministerium für Finanzen (BMF), die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) sowie das Reinventing Bretton Woods Committee luden anlässlich der 70. Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Bretton Woods Institutionen IWF und Weltbank zu einem Symposium am 27. und 28. Februar in der OeNB.

In seiner Eröffnungsrede würdigte der Staatssekretär im BMF, Mag. Jochen Danninger, die historische Rolle beider Institutionen: „Die historische Rolle des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank ist unbestritten und die Auswirkungen der Gründung dieser beiden Institutionen auf unsere wirtschaftlichen und politischen Systeme sind nicht hoch genug einzuschätzen.“

Der Finanzstaatssekretär weiter: „Gerade Österreich mit seinem Standort im Herzen Europas weiß um die Notwendigkeit beständiger nationenübergreifender Zusammenarbeit. Umso mehr freut es mich, dass wir mit dem Weltbank-Büro in Wien nationalen und internationalen Entscheidungsträgern eine Plattform geben, auf der ein intensiver Austausch unter Praktikern, Wissenschaftler und Experten gleichermaßen möglich ist.“

Danninger verwies auch auf die Entwicklung dieser bedeutenden Institution: “Die Weltbank wurde ursprünglich als Organisation für den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen. Nach dem raschen wirtschaftlichen Erstarken Europas wurde sie bald zur wichtigsten globalen Entwicklungsorganisation, die sich der Reduktion der weltweiten Armut verschrieb.“

Heute ist die Weltbank nicht nur der größte globale Kreditgeber für Entwicklungsländer, sondern auch eine Wissensinstitution, die auf der ganzen Welt Wissen für Entwicklungsprozesse zugänglich macht. Auch die weniger entwickelten Teile Europas, besonders im Osten und Südosten, gehören zu ihren bevorzugten Klienten. Die International Development Association (IDA), der Zweig der Weltbank für besonders arme Länder, vergibt Kredite mit einem ca. 60-prozentigen Geschenkanteil und zeichnet sich gemäß internationaler Ratings von Entwicklungsagenturen durch höchste Qualität ihrer Projekte und höchste Entwicklungseffizienz aus. Aus diesem Grund leitet Österreich einen signifikanten Teil seiner Offical Development Assistance (ODA) über die IDA.

Auch bei der Bewältigung der jüngsten globalen Finanz- und Wirtschaftskrise kam der Weltbank eine bedeutende Rolle zu, indem sie ihr Kreditvolumen verdreifachte und in den von der Krise betroffenen Ländern Liquidität und Budgetmittel zuschoss. „Gerade Österreichs Nachbarschaft, die Länder in Ost- und Südosteuropa, konnten so entscheidend unterstützt werden“, hob Finanzstaatssekretär Danninger besonders die guten Beziehungen Österreichs mit der Weltbank hervor.

„Mit dem regionalen Büro der Weltbank in Wien können wir aktiv von hier aus zum Erreichen der internationalen Entwicklungsziele beitragen. Die Lebenssituation vieler Menschen wird so kontinuierlich verbessert“, zeigte sich Danninger überzeugt.

 

 

 

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