"Legends of Arms" in Baku eröffnet

 

erstellt am
17. 03. 14
11.30 MEZ

Das Joanneum zu Gast in Aserbaidschan
Baku/Graz (joanneum) - Nach Gastspielen in den USA, in Kanada, in Australien und Japan sind derzeit rund 150 Waffen, Rüstungen und Harnische in Aserbaidschan zu sehen: In Anwesenheit von Joanneums-Direktor Wolfgang Muchitsch und Ausstellungskurator Johannes Ramharter (PONTE Organisation für kulturelles Management GmbH) wurde am 15.03. im Heydar Aliyev Cultural Center, Baku, die Ausstellung Legends of Arms eröffnet. Die Schau zeigt kostbare Exponate des Landeszeughauses, wie den sogenannten Witz-Harnisch, die Rüstung von Erzherzog Karl II., den Riefelharnisch von Hans Maystetter und eine große Zahl von Turnierrüstungen sowie auch eines der wertvollsten Stücke des Joanneums: den einzigartigen Pferdeharnisch aus der Werkstatt des Konrad Seusenhofer. Die Ausstellung läuft bis 5. Juni. Danach kehren die Exponate heim nach Österreich und sind ab Sommer 2014 wieder im Landeszeughaus in der Grazer Herrengasse zu bewundern.

Die gezeigten Objekte haben einem Versicherungswert von rund 10 Millionen Euro. Dementsprechend sorgfältig wurden sie auf ihre lange Reise vorbereitet: In Spezialcontainern verpackt, reisten die wertvollen Stücke zunächst in einem vollklimatisierten und erschütterungsfesten Transporter über Stuttgart nach Luxemburg. Von dort aus ging es mit dem Flugzeug weiter nach Baku.

Die Ausstellung Legends of Arms beleuchtet die Rolle von Waffen und Rüstungen, die einerseits funktionelle Kampfinstrumente waren, aber auch als reich verzierte Repräsentationsobjekte angefertigt wurden. Aspekte der Kriegsführung, das Turnier und „Rüstung als Mode“ sind weitere Themen dieser Schau, in der neben den Grazer Objekten auch orientalische Exponate aus der Esterházy Privatstiftung präsentiert werden.

In seiner Eröffnungsrede bedankte sich der Direktor des Heydar Aliyev Centers, Anar Alakbarov, für das Zustandekommen der Ausstellung und die gute länderübergreifende Zusammenarbeit. Nur sieben Tage benötigte das Aufbauteam unter der Leitung von Thomas Storm (Chefrestaurator des Landeszeughauses) für das Aufstellen der Exponate.

„Schon die Reaktionen der ersten Besucherinnen und Besucher am Eröffnungstag zeigen, dass die Ausstellung hier ein großer Erfolg werden wird“, freut sich Wolfgang Muchitsch. „Durch den Fokus auf die Steiermark und das Landeszeughaus hoffen wir, in dieser Region erstmals einen Einblick in die konfliktreiche Geschichte Mitteleuropas vermitteln zu können.“ Auch Johannes Ramharter zeigte sich begeistert: „Wir freuen uns, die Schätze aus Graz in einem so spektakulären Gebäude zeigen zu dürfen und hoffen, auf große Resonanz der Bevölkerung zu stoßen.“

Das Heydar Aliyev Center in Baku wurde von der persischen Architektin Zaha Hadid entworfen und im Vorjahr mit einer Andy-Warhol-Ausstellung eröffnet und zuletzt eine Ausstellung über die NASA gezeigt.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.museum-joanneum.at

 

 

 

 

 

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